Mittwoch, 23. Juli 2014

Teil 2 meiner Rückmeldung zu den diesmaligen Erfahrungen mit der #DB

Teil 2 meiner Rückmeldung zu den diesmaligen Erfahrungen mit der #DB



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Positives. 

Man erinnert sich evtl. noch ein wenig an meine ... Erlebnisse ... mit der DB in jüngster Zeit:




- Heute nun erreichte mich - ohne, dass ich nach materieller Entschädigung aktiv gefragt hätte - ein 35,- Euro - Reisegutschein der DB, übertragbar und gültig für ein Jahr.

Ich werde ihn sozialen Zwecken zuführen und habe da auch schon eine Idee.

MfG
BTB

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Teil 2 meiner Rückmeldung zu den diesmaligen Erfahrungen mit der #DB. 

Was bisher geschah. 
... und zur Erinnerung: 
mein Name ist Burkhard Tomm-Bub. Ich bin 56 Jahre alt, bin Schwerbehinderter mit 50% GdB und wohne in Ludwigshafen am Rhein. Und nein: die Behinderung ist weder geistig noch seelisch. Schlicht körperlich. 
Kürzlich an einem Wochenende (exakt am Fr. 18.07.2014 bis So. den 20.07.2014) wagte ich es  - wie berichtet - dennoch, die DB als Reisemittel nach Herne, respektive Bochum (NRW) zu wählen. Über die unerwarteten, eigenartigen und unangenehmen Erlebnisse der Hinfahrt hatte ich bereits berichtet. 
So sei nur hinzu gefügt, dass der zweitägige Hotelaufenthalt, der sich dem anschloss, keineswegs als luxuriös, verwöhnend und erholsam gelten darf. Nein. Sicher nicht. 

Dies war denn auch mit ein Grund für mich, recht frühzeitig am Hauptbahnhof Bochum zur Rückfahrt bereit zu stehen, fast eine Stunde Zeit hatte ich noch. Diesmal hatte ich sogar das Glück für 4,50 Euro eine Platzreservierung vornehmen zu können. Es schien von daher zumindest möglich, dass ich diesmal nicht auf den Stufen einer Ausstiegstür stundenlang mein unbequemes Sitzdasein zu fristen haben würde. 
Btw. zahlte ich auch noch freiwillig den "Umwelteuro". Eigentlich aber eine pittoreske Vorstellung, dass Menschen für Umweltbewußtsein finanziell bestraft werden, denke ich! Wie bitte? Ökologisch ist halt teurer? 
-Glaube ich schlicht und einfach nicht. Aus mehreren Perspektiven her nicht - doch das ist eine andere Geschichte ... 
 Nun, jedenfalls war ich froh, es diesmal voraussichtlich besser zu treffen. 
Denkste. 
Eine der akustisch ausnahmsweise etwas besser zu verstehenden Lautsprecherdurchsagen alarmierte dann nämlich nicht nur mich. Es hieß zu dem ICE, der einige Zeit vor "meinem" an diesem Gleis halten sollte - er werde nicht kommen. Er fiele nämlich halt aus. Und überhaupt - wegen einer ernsthaften Streckenstörung "auf unbestimmte Zeit" wäre vorläufig nichts zu erwarten. Diese Durchsage wiederholte sich und gewann an Eindrücklichkeit und Dramatik durch den Hinweis, man möge doch vielleicht versuchen, irgendwie nach Dortmund zu kommen (zum Beispiel mit der Straßenbahn) - von dort aus hätte man mehr und bessere Chancen wieder mit einem Zug weiter zu fahren ...! 
An dieser Stelle muss ich ein ehrliches und offenes Bekenntnis ablegen. 
Ich habe nicht, nein, ich gestehe es, NICHT die Landkarte und Streckenführung des Ruhrgebietes und seiner DB - Züge auswendig visualisierbar in meinem biologischen Computer (vulgo: Hirn) hinterlegt. 
Das mag merkwürdig und eigenartig erscheinen - aber auch so etwas gibt es ja zuweilen ... 
Darauf basierend machte ich mir nun folgende Gedanken: hier in Bochum fährt der "Vorgängerzug" nicht - meiner wird mutmaßlich auch nicht fahren, eine Störung auf "unbestimmte Zeit" hieß es ja. Ich habe Morgen KEINEN Urlaub mehr. Und ich würde eigentlich auch ganz gern auf meinem reservierten Platz sitzen ... In Dortmund hingegen - scheint noch alles zu fahren, dann wohl auch mein Zug. Hm, die sind lustig, mit der Straßenbahn dorthin ... das wird zeitlich nie reichen, bis ich mich da orientiert habe, usw. Was tun? Ein Taxi. Da gibt es ja an Bahnhöfen meist reichlich. So auch hier. Aus den anfangs geschätzten "gut 30,- Euro", wurden dann später zwar gut 40,- plus Trinkgeld. Aber nun ja ... 
Ganz angenehm wurde die Fahrt nicht. Ich hatte mit einer "Zuckelei" über Großstadtstraßen gerechnet ... Doch flott ging es auf die Autobahn, dort wurde dann auch eifrig "Gummi gegeben" - und es hörte so schnell nicht auf. Ich erwähnte bislang noch nicht, dass ich unter Tachophobie leide. Kein Witz. Gibt es auch öfter als man denkt. Gleichwohl. Ab 85 km/h wird mir mulmig. Mit zeitlich und geschwindigkeitsabhängig steigender Tendenz. Nein, schlecht wird mir nicht. Aber sonst alles mögliche. Panikgefühle, Hyperventilation, starkes Verkrampfen der Hände um irgendeinen Griff, o.ä. Blasse Hautfarbe, starrer Blick, etc. pp. 5 oder 10 Minuten kann ich mich da schon mal beherrschen - danach wird es ernsthaft Schwerarbeit. Irgendwann sprach ich dann aber den Taxifahrer hastig hervor gepresst von sämtlicher Schuld an einem möglichen Zuspätkommen und auch sonst  von sämtlichen Sünden dieser Welt vollständig frei, wenn er denn etwas langsamer und tendenziell eher auf der rechten Spur führe. Was er daraufhin, nach ein, zwei Blicken auf mich auch tat - und wonach er dann auch ängstlich und konsequent schwieg bis zum Ende der Fahrt. 
Dort angekommen beglich ich meinen Obolus und wankte ins Bahnhofsgebäude. Nach meinen Schätzungen lag ich noch immer recht gut in der Zeit, egal ob mein Zug wenige Minuten früher, oder auch später fahren würde. (Was ich da noch nicht wusste - das tat er in Dortmund streckenmäßig wohl ganz regulär weder noch ...!) 
Inmitten der Halle gab es ein halboffenes Beratungshäuschen, mit zwei Beratungsdamen. Hier wartete ich ungeduldig, um zu fragen, ob, wie und wo es denn nun wirklich weiter ginge. Endlich an der Reihe schilderte ich meine Erlebnisse. ... Wenige Minuten später bat mich die Beratungsdame vom Schalter nebenan, ob ich nicht etwas tun könnte, um ihr die Beratungsgespräche zu erleichtern. Ich würde nun schon so lange und so laut schreien, dass die Akustik dort nicht mehr ausreichend sei! 
Ich gewährte ihr dies, wenn auch zögernd. Und - damit wir uns nicht falsch verstehen - ich schmettere der Welt im allgemeinen und im besonderen bei derlei Gelegenheiten keineswegs fäkalische Wortkonstruktionen, ehr- oder sonstiges abschneidende Aufforderungen, etc. entgegen. Ich wiederhole hingegen zumeist nur laut und empathisch und gestisch untermalt, das, was ich auch zuvor schon sagte. In diesem Falle zum Beispiel, dass Lügen nicht NICHT zu meinen Gewohnheiten zählt und ich dies auch hier und jetzt nicht praktizierte und praktiziere. 
Die Beratungsdame wiederholte nämlich, schon fast stereotyp, was ich sage, sei nicht wahr. Die Streckenstörung sei nicht auf "unbestimmte Zeit", sondern nur auf gut zwanzig Minuten terminiert gewesen. Und mein konkreter Zug würde mit nur 3 Minuten Verspätung im PC ausgewiesen! Auf meine Argumentation, dass es für die von mir geschilderten Durchsagen ja nun viele Dutzend Zeugen gäbe - reagierte sie mit dem wortgleichen Satz. Es sei nicht wahr, dass die Streckenstörung auf unbestimmte Zeit ... usw., usf.! 
Dieser "Dialog" wiederholte sich, sinnlos aber mehrfach, mit, wie gesagt, steigender Lautstärke. 
Nach der besagten Intervention der Beraterin nebenan, wollte ich denn aber auch die Menschenschlange hinter mir nicht mehr länger aufhalten. 
Irgendwie gelang es heraus zu bringen, wo, etliche Zeit später, ein Zug in "meine Richtung" abfuhr. Nach einigen Metern an der frischen Luft normalisierte sich mein Kreislauf dann auch wieder soweit, dass ich dieses Gleis suchen und finden konnte. 
Der Rest der Fahrt verlief übrigens reibungslos. - Was mir, nach den vielen voraus gegangenen Erlebnissen, auch bei der Hinfahrt, im Laufe der Stunden zunehmend suspekt vorkam ... Beängstigend schier. 
Kurz vor Ende der Reise war ich fast sicher, es würde sich alsbald doch noch - im Rahmen einer "Streckenstörung", o.ä. - ein Meteor unsanft auf die für mich zuständige Lokomotive nieder lassen, oder z.b. im Kontext einer "Gleisstörung" ein tiefes Loch im Schienenbett sich öffnen, mit verschlingender Macht, begleitet von krächzenden Geräuschen, die einer unverständlichen Lautsprecherdurchsage nicht unähnlich wären! 
Passierte dann aber nicht. 
Und nein. Ich neige nicht zu Paranoia. Nur manchmal. Ein wenig. Wenn ich zuviel Bahn fahre ...! 

MfG 
Burkhard Tomm-Bub, M.A.    

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