Montag, 1. September 2014

#Antikriegstag #Mannheim #2014




#Antikriegstag #Mannheim #2014

Gemischte Bilanz

Auch ich hatte mich heute ab 17 Uhr am Mannheimer Paradeplatz eingefunden.
Es wäre der Veranstaltung zu wünschen gewesen, dass ein deutlich breiteres Bündnis angetreten wäre.
So waren anfangs die Gruppen gegen Abschiebung, eine Antifagruppe und etwas später auch die Courage - Frauen präsent, sowie die LINKE mit einigen Vertreter_innen.

Ab 18 Uhr dann baute sich ganz in der Nähe die Montagsdemo gegen Hartz IV auf, die in Mannheim dann wohl nicht mit den so genannten "Mahnwachen" zu verwechseln ist (gegen die ich persönlich mich, btw., klar distanziere) - denn diese sah ich später noch andernorts (Nähe Hauptbahnhof) tagen.

Bei der Montagsdemo gab es nun die Möglichkeit, dass Mikrophon zu ergreifen. Verschiedene Beiträge analysierten die Lage und nahmen Stellung. Darunter gab es auch (von neu hinzu gekommenen kleinen Gruppen) etwas Reklame für den Kommunismus. Nun gut.

Gegen Ende traute ich dann aber meinen Ohren nicht. Da wurde von einer jungen Dame aufgerufen, die Revolutionäre Kräfte zu unterstützen und ohne Waffen ginge das nun mal nicht! Da geschickter Weise als "Aufhänger" die Gräueltaten der ISIS gewählt wurden, kam dies wohl auch nicht bei allen schlecht an.

Nun.
Ich bin Pazifist. Also wirklich jetzt.
Und ich befand mich auf der Demo zum Antikriegstag ...
Sorry, Leute, aber das ist IMHO wie "fuck for virginity"!

Damit wir uns nicht falsch verstehen.
Ich habe grad nicht den leisesten Funken Verständnis für ISIS und Co.
Und ich weiß, dass nicht JedeR Pazifist/in ist.
Und dass von den so genannten Pazifisten viele nur, mit Verlaub, "Schönwetterpazifisten" sind.
Alles kein Thema!

Aber: dann soll man bitte eine eigene Veranstaltung anmelden und dort dann Geld für Waffen sammeln, etc.
In diesem Kontext, an diesem Ort war derlei aber m.E. an Instinktlosigkeit, Unhöflichkeit, etc. kaum mehr zu überbieten!
Vielleicht war es ja demokratisches Recht, derlei dennoch verkünden zu lassen. Ein junger Mann verteidigte diesen Standpunkt dann auch nochmals öffentlich - nachdem ich meine Meinung deutlich gesagt hatte.
MEIN demokratisches Recht war es dann aber genauso gut, die Veranstaltung umgehend zu verlassen.
Was ich auch tat.

MfG
Burkhard Tomm-Bub
Ludwigshafen
















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