Montag, 28. Juli 2014

Bostrychia rara (IBIS - Nein Danke!)



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Update vorweg:

Nach einigen Email - Wechseln, bei denen ich durchaus "meckerte", aber keine finanziellen Ansprüche erhob, bekam ich von der Chefin, Frau Anke Sauer, folgende Nachricht " ... "Ihre Wünsche habe ich zur Kenntnis genommen und werde Sie in einem Meeting mit meinen Mitarbeitern besprechen und einen Aktionsplan aufstellen." Und: eine Übernachtung wurde mir finanziell zurück erstattet. Das sind immerhin 64,- Euro, von denen ich gern, auf Anregung von Andrè Wiesler,   die Hälfte für ein Kinderhospiz spende. Ich wählte dieses hier:
 http://www.kinderhospiz-sterntaler.de/

Und hier der Beleg:



Dazu sage ich: na, also! Man kann Fehler machen. Aber man kann auch zu ihnen stehen und es in Zukunft besser machen. Das ist dann anständiges Verhalten!

 
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... worum es seinerzeit ging - siehe hier:


Bostrychia rara (IBIS - Nein Danke!) 

Von meiner kürzlichen Reise gen Ruhrgebiet, konkret nach Herne, respektive Bochum, hatte ich ja bereits berichtet (18.-20.07.2014).
Allerdings bislang nur von den Zugfahrten hin und auch zurück. Nun aber will ich Euch, liebe Leserinnen und Leser den Rest geben. Also berichten.
Zwei Tage, bzw. Nächte verbrachte ich da zwischendurch natürlich auch irgendwo. Und zwar in einem, nun ja, Hotel, namens Ibis.  Dieses war direkt innerhalb des Gebäude des Hauptbahnhofes Bochum verortet.
Ein vereinzeltes, positives Erlebnis muss ich zu Anfang anführen. Da die bekannte DB mich ja eher schlecht als recht - und vor allem verspätet - ans Ziel gebracht hatte, war ich gut eine Viertelstunde "über der Zeit", die Zimmerreservierung war eigentlich um 19 Uhr bereits "abgelaufen". Dennoch war das Zimmer noch immer frei.
Ich hatte vorsichtshalber mal Kategorie "Raucher" genommen, bei elektrischen Zigaretten ist das ja immer so eine Streitfrage.
Auch das klappte aber alles. Zunächst.
Ich ging in mein Zimmer, packte ein wenig aus und machte mich dann auf, in der Innenstadt ein Internetcafe, ein Noggereis, sowie ein paar "Pommes ohne Alles" zu suchen und zu finden. Erfreulicher Weise gelangen all` diese Vorhaben tatsächlich - wobei ich allerdings doch so einige Meter zu laufen hatte, was nach der enervierenden Zugfahrt nicht unbedingt einen Zusatzgenuß darstellte.
Nun, gleichwohl, wie sagte ein früherer Chef von mir immer gern: "Jeder Gang - macht schlank!"
Das "Abenteuer Ibis" nahm dann aber bei meiner Rückkehr nach und nach seinen Lauf. Ein wenig alt war das Gebäude und auch sein Inneres. Auch ein wenig schmuddelig, das kann man durchaus so sagen. Es mag ja sein, dass "Standardstellen" in den Zimmern regelmäßig geputzt werden ... aber wenn da mal 5 Zentimeter nebendran häßliche Flecken waren - fühlte sich offenbar niemand berufen ... Gut, dann putzt man halt selbst mal schnell drüber ...
Als ich eintraf, bemerkte ich zufällig in einem Nebenraum einen flimmernden Computer. Auf Nachfrage hieß es dann, ja da könne man kostenfrei ins Internet. Ah, ja. Das Internetcafe hätte ich demnach nicht suchen und zahlen müssen ... Schade, dass es in den Broschüren, etc. keinen Hinweis darauf gab, das hätte mir dann doch dieses und jenes erspart.
Gut, wie ich später feststelle, saß man am PC - Tisch des Hotels neben Zementtüten und aufeinander geklappten Tischen (es wurde nämlich gerade verschiedentlich renoviert). Weiters war eine gute Verbindungsgeschwindigkeit eher weniger gegeben. Und: es erschienen große Warnhinweise alle 15 Minuten werde man automatisch ausgelogged und alles gelöscht. Aber umsonst war es ja und mir nun auch auf Nachfrage bekannt gemacht. Immerhin.
Ich verfügte mich, müde und angestrengt auf mein Zimmer. Öffnete die Tür. Schaltete das Licht ein. Schaltete das Licht noch einmal ein. Gleichwohl. Goethes letzte Worte ("Mehr Licht!") - wurden hier definitiv nicht und in keiner Weise mehr erhört. Kein Strom. Kein Fernsehen, kein Licht, nirgends.
Hmja.
Ich bewegte meine biologische Hülle wieder zwei Stockwerke tiefer, zum Empfang. Schilderte dort den Sachverhalt. Ein entsprechender Spezialist wurde herbei telefoniert. Dieser begleitete mich dann zu meinem Zimmer, stellte die messerscharfe Analyse: "Hm, kein Licht, wohl Stromausfall!" Um dann mit dem verwehenden Ruf "Zwei Minuten !!" in einem Nebentreppenhaus zu verschwinden.
 Ich wartete im Flur etwa 4 Minuten. Dann begann ich auf und ab zu gehen. Die Schritte dabei zu zählen. Sowie mir Gedanken über die Struktur des Universums im Allgemeinen und aber auch im Besonderen zu machen.
Nach etwa 10 Minuten ging es dann abwärts. Also ich ging abwärts. Zum Empfang. Den Weg kannte ich ja nun schon.
Dort schilderte ich den Sachverhalt. Die Dame rief den Spezialisten an. Legte wieder auf. Und berichtete mir, dieser habe nachgeschaut, keine Störungsursache gefunden und sei dann halt wieder woanders hin gegangen.
 Ich äußerte die Ansicht, dass ich den Ablauf bislang als nicht optimal empfinde. Nun hieß es, dass ich natürlich ein anderes Zimmer bekäme. Und man lieh mir sogar eine große Taschenlampe, damit ich meine ausgepackten Sachen alle fände.
Hiermit gewappnet, machte ich mich ans Werk. Licht gab es natürlich immer noch nicht, ich nahm erst einmal alle großen Taschen auf und trug sie ins neue Zimmer. Kategorie "Raucher" hatte es nicht mehr gegeben. Die neue Lage war zu den Schienen raus und die linke Übergardine ließ sich ein wenig hängen - so auf die Breite von 4 - 5 Häkchen, schätze ich. Aber: es gab Licht, TV und überhaupt. Ok.
Noch einmal ins alte Zimmer, den Rest mit Taschenlampe zusammengesucht und rüber damit. Ich öffnete die Tür. Nein. Ich versuchte sie zu öffnen. Plastikkärtchen links rum, rechts rum, vorwärts rückwärts ... kein Effekt. Hmmmm. Sollte ich die Kärtchen verwechselt haben? Eigentlich unmöglich. Aber gut. ... links rum, rechts rum, vorwärts, rückwärts ... auch hier keinerlei Effekt!
Ein wenig mental beansprucht und emotional irritiert ging ich nochmals zurück zum alten Zimmer, um vorsichtshalber auch DORT noch mal beide Kärtchen auszuprobieren. Die von der es zu erwarten war -funktionierte. Schier automatisch öffnete ich die Tür und noch automatischer drückte meine Hand auf den Lichtschalter an der Tür ... "Und es ward Licht!!"
 Ich erstarrte in der Bewegung. Und dachte dann etliche Sekunden möglichst konzentriert nach. Mein wichtigstes Reisegepäck in einem anderen Zimmer eingesperrt ... hier jetzt wieder Licht ... etc. pp.
Ich ging, mit dem verbliebenen Teil meiner Sachen in Richtung ... na, ja, man weiß es schon, nicht wahr?
Dort legte ich mich, mit gespielter Lässigkeit, halb über den Tresen, blickte der zuständigen Dame gerade in die Augen und sprach mit leicht klirrender Stimme: "Hören Sie! Ich finde ja Fernsehformate wie `Versteckte Kamera` und ähnliche auch sehr wichtig und gut und lustig und so. Aber - könnten wir jetzt BITTE da einen Schnitt machen?! Ich bin nämlich WIRKLICH müde und abgespannt!"
Überraschender Weise stritt die Hoteldame die Anwesenheit von Kamerateams ab und frug sogar im Gegenteil danach, wie ich denn auf so etwas überhaupt käme.
 Ich erläuterte es ihr nachdrücklich. Tatsächlich konnte sie dies zumindest teilweise nachvollziehen.
Mit dem Licht da habe man dann irgendwie doch noch etwas gefunden und behoben. Und mit dem Zimmer ... da folgte nun eine komplizierte, umfassende Erklärung, die etwas mit der "Kartenprogrammierung" und Freischaltung zu tun hatte. Es lief darauf hinaus, dass sie die Karte für das neue Zimmer für nur genau einmalige Nutzung freigeschaltet hatte. Ich beschloss innerlich, dass ich nicht jedes Detail verstehen und nachvollziehen müsse und beschränkte mich auf das Konkrete.
Immerhin merkte ich noch an: "Ah ja. So, so. Aber wissen Sie, was schön gewesen wäre? Wenn Sie mir das einfach vorher GESAGT hätten. Dann hätte ich es nämlich gewußt." Die Nacht-Concierge dachte etliche Sekunden intensiv nach. Dann glitt das Leuchten einer Erkenntnis über ihr Antlitz. "Ja, wissen Sie", so sprach sie dann "das war dann nämlich mein Fehler!"
Ah ja. Die Vervollkommnung des Menschengeschlechts macht unaufhaltsame Fortschritte. Auch in Punkto Selbsterkenntnis, usw.!
Ich hatte es nun wirklich langsam eilig und wollte meine Ruhe. Ich vergewisserte mich mühsam beherrscht, dass mutmaßlich das Licht im neuen Zimmer die Nacht über defektfrei bleiben würde, gab die halb zerrissene Übergardine zu Protokoll und frug mehrfach nach, ob die Karte denn nun so programmiert sei, dass ich sie MEHRMALS benutzen kann. Was mir versichert wurde. Der Unmut quoll mir, trotz Selbstbeherrschung, doch wohl derart aus einigen Poren, dass sich die Hoteldame sogar noch bemüßigt fühlte, mir ein Getränk auf Kosten des Hauses anzubieten. Ich wählte dann eine Cola, Gegenwert 2,30 Euro. Für 0,25 l. Nun ja.
Der nächste Tag.
Am nächsten Tage fuhr ich zu der von mir goutierten Veranstaltung nach Herne hinüber und kehrte von dort gut gelaunt, aber auch müde später in der Nacht zurück. Nun betrat ich mein neues Zimmer - nicht. Denn: die Karte funktionierte nicht.
 Linksrum nicht, rechtsrum nicht, nicht von oben, nicht von unten. Ich ging dann sogleich - na, Sie wissen schon!
Auf die Frage "Warum hassen Sie mich eigentlich?!" bekam ich zwar keine konkrete Antwort. Aber nach einiger Zeit die Erläuterung, ich sei bestimmt selber schuld.
... Weil ich bestimmt die Karte zu nahe bei meinem Handy gelagert hätte. HA. Wusste ich`s doch. Alles Teufelszeug, das mit diesen beweglichen Telefonen! Noch vor 20 Jahren wäre die Sachlage jedem und sofort klar gewesen, wenn ein Mensch unter freiem Himmel, inmitten Anderer plötzlich eine Hand an ein Ohr legte und begänne, in die Luft hinein gestikulierend lauthals zu parlieren! Moderner Schundkram, alles!
Gleichwohl. Ich konnte die Hypothese der Hotelhüterin nicht ohne Weiteres verwerfen - auf derlei hatte ich nicht weiters geachtet. Ich wagte dann den Vorschlag, dass es vielleicht doch äußerst hilfreich für alle Beteiligten sein könnte, auf derlei Gefahren vorab hin zu weisen. Z.b. auf dem Papphüllenschutz des Kärtchens und / oder anderswo.
 Sie dachte eine Zeitlang nach. Zögernd, langsam - dann aber doch entschlossener ertönte dann die Zustimmung von ihr: "Ja, ... ja. Das - könnte tatsächlich - eine Anregung sein."
Meine Karte wurde dann reprogrammiert und ich konnte die Nacht nun einigermaßen normal verbringen. (Allerdings hatte ich natürlich vordem vorsichtshalber mehrfach die Tür geöffnet und wieder verschlossen.)
Am nächsten Tag war Abreisetag und ich packte dann auch gleich alles zusammen, um nach dem Frühstück sofort die Flucht antreten zu können.
Tja. Das Frühstück ... Am Vortag war ich früher dagewesen, hatte für meine jeweils 10,- Euro in der recht knappen Auswahl aber nicht wirklich allzuviel für mich gefunden. Immerhin war ich am Vortag aber nicht irgendwie behelligt worden.
Ich war relativ spät dran und für mich gab es nun wirklich nicht mehr viel. Na ja, ich wollte ja auch schnell weg. Ich angelte mir eine Scheibe trockenes Weißbrot und ließ mir eins der winzigen Gläser mit etwas Mineralwasser voll laufen. Das eine in der linken Hand, das andere in der Rechten stand ich bereits und war auf dem Sprung. Nun näherte sich aber eine schnippische junge Dame, die ultimativ verlangte, meine Zimmerkarte, respektive die Nummer zu kontrollieren. Das würde jeden Tag und immer so gemacht! Was nicht stimmt. Am Vortag gab`s das zumindest nicht ...
Mehr gibt es nicht zu berichten. Ich warf nur noch das Schlüssel-Kärtchen auf den Tresen und sagte: "Den Rest lesen Sie im Internet."
Wozu ich hiermit denn auch Gelegenheit gebe.
Konkrete Nutzanwendung: IBIS - Hotel im HBF Bochum - keine gute Wahl! Wenn irgend möglich meiden!"
Dank für die Aufmerksamkeit und
mfG 
Burkhard Tomm-Bub, M.A. 
67063 Ludwigshafen

Samstag, 26. Juli 2014

Das #Bermudafunk - Debakel #jobcenter - #Krimi Nichtsendung


Das #Bermudafunk - Debakel #jobcenter - #Krimi - die Nichtsendung



Am Samstag, den 26. Juli 2014, ab 16 Uhr war es vorgesehen, im Rahmen einer Live - Sendung in der Rubrik "Mitmach - Radio", mein Buch "Geringe Mitnahme Effekte!" (ein fiktiver #jobcenter - #Krimi) beim Radio Bermudafunk etwas vorzustellen. - Doch dazu kam es kurzfristig nicht.

Vorgeschichte

Hier die Schilderung meiner Wahrnehmung, wie es dazu kam.
Subjektiv, aber nach bestem Wissen und Gewissen, belegbar durch pdfs und Mails und auf Verlangen gern auch mit Erklärungen an Eides Statt.

Mein Buch wird kostenlos als eBook in verschiedenen Formaten angeboten, auch die Hörbuchfassung ist umsonst zu erhalten.
Bei der Print - Version ging das naturgemäß nicht, mein "Autorenanteil" des günstigen Preises liegt bei 2 c (in Worten: zwei Cent) pro Buch.

Der Bermudafunk ist ein alternativer Radiosender in Mannheim (BW), mit verschiedenen, mir durchaus sehr sympathischen Formaten.

Vor etlichen Wochen nahm ich per Mail Kontakt auf, der sich zunächst auch gut anließ. Ein Termin wurde vereinbart, es hieß ich könne Musikstücke vorschlagen, alles war soweit in Ordnung.

Vor einigen Tagen begann dann - grundsätzlich sinnvoll - ein reger Mailwechsel.

Eine gewisse Frau Sabine U.H. kommunizierte mit mir.
Von meinen zwei Musikstücken war keine Rede mehr, auch sollte es nun ca. 3 - 4 Musikunterbrechungen geben. Die Zeiten müsse ich genau einhalten.

Nun gut. Ok.

Freundlicher Weise wurde ein Imbiß erwähnt, der angeboten würde.
Als ich schrieb, das sei sehr nett, aber wg. mir nicht nötig, hieß es dann, dieser sei in erster Linie für die Moderator_innen. Ich könne mitessen oder es halt lassen.
Und sie wies mich darauf hin, dass ich nicht versuchen solle, die Sendung zu einer Werbeveranstaltung um zu funktionieren - sonst werde man das "unterbinden".

Der Tonfall befremdete mich ein wenig, was ich auch angemessen hinterfragte.
Darauf bekam ich dann keine Reaktion mehr.
Ich sandte mein Mail noch einmal erweiterte dabei aber den Empfänger_innen - Kreis beim Bermudafunk.

Daraufhin meldete sich ein Verantwortlicher bei mir, ein Herr Reiner E.
Inhaltlich gab es nichts Neues - aber der Tonfall war neutraler, der Sendetermin wurde bestätigt.

Übrigens war in einem beigefügten pdf unter anderem deutlich zu lesen, man möge mehrfach (!)  und laut (!) klingeln und klopfen, da derlei in den hinteren Räumen schlecht zu hören sei.


Ablauf

So machte ich mich mehr als pünktlich auf den Weg.
Ich hatte auch eine große Tüte Twix - Riegel dabei, um diese für den Imbiß bei zu steuern. Und natürlich mein Manuskript, kopiert in 3 Ausfertigungen, mit Anstreichungen und sonstige Unterlagen.

Der Eingang wurde gesucht und gefunden und ich klingelt einmal und klopfte drei Mal laut. Als sich nach ca. gut 20 Sekunden nichts tat, wiederholte ich dies.

In mein Klopfen hinein wurde aber die Tür aufgerissen und ich mit dem Satz: "Was soll das denn jetzt, Du hast doch grad erst geklingelt!!" "begrüßt".
Dies durch einen großen und sehr gewichtigen Mann, der dann sehr herausfordernd auf mich herab blickte.
Ich erwiderte: "Äh, ja, guten Tag. Tomm-Bub der Name. Ich habe wie beschrieben, mehrmals geklopft und so, weil man es schlecht hört, hieß es doch ..."
Die erregte Antwort war: "Ah. Aber was soll das jetzt! Du hast doch gerade erst geklingelt!".
Nun war ich wirklich verunsichert. Die Körperhaltung kam mir schon fast bedrohlich vor. Es gab auch keinerlei Anstalten mich herein zu bitten, bzw. mich "vorbei zu lassen", die Tür war durch den Körper des Herrn versperrt.
Ich stammelte: "Äh, ja, nun. Ich weiß nicht. Es stand doch ausdrücklich auf diesem Info - Zettel! Da habe ich mich genau dran gehalten ..."
"Ja und!", hieß es.
Ich überlegte kurz mich unterwürfig zu entschuldigen und zu fragen, ob ich dennoch herein kommen dürfe.
Ich entschied mich jedoch dagegen. Ich hatte mich nun wieder etwas gefangen und erwiderte: "Nun. Ich wüsste jetzt nicht wirklich eine Fehler gemacht zu haben. Ich verstehe das alles nicht. ... Wenn ich nicht erwünscht bin ... kann ich auch wieder gehen ..."
Mit einem lauten, aber erfreuten Schnauben hieß es nun: "Oh ja! Bitte!!"
Ich sagte dann noch kurz: "Sie informieren die Verantwortlichen?" Was mit einem spöttischen "Pah, das bin ich doch selbst!" und einer wegwerfenden Handbewegung quittiert wurde, sowie mit bereits abgewandter Postur.

Mein Kommentar


Ich bin jederzeit in der Lage zuzugeben, dass ich zuweilen ein etwas dünnhäutiger Mensch bin.
Ich denke aber, dass auch diese Spezies ein Lebensrecht hat.
"Dickhäuter" gibt es doch jede Menge. Ein paar von unserer Sorte muss es da doch auch geben, denke ich.
Dabei halte ich meine Erwartungshaltung gar nicht einmal für so arg überzogen.
Ich denke einfach, Menschen sollten einander anständig gegenüber treten und sich entsprechend verhalten.
Mehr - ist es eigentlich nicht.

Auf Seiten der Damen und Herren Bermudafunk, das besagte Format betreffend, habe ich Sozialkompetenz und insbesondere Professionalität in den geschilderten Punkten vermisst.
Nicht nur fürs Radiomachen gibt es Kurse, dies als Anregung ...


Fazit 

Was bleibt?
Es bleiben ca. 12 Stunden netto an Arbeit die ich in Manuskript, Probelesen, kopieren, etc. gesteckt habe - und insbesondere in social media - Werbung für diese Sendung - und damit auch für den Bermudafunk.

Es bleiben enttäuschte potentielle Hörerinnen und Hörer.

Und eine eingekaufte Tüte Twix. Aber die kann ich ja nun selber essen.

Ich übernehme gern meinen Anteil an Verantwortung und entschuldige mich bei allen Unterstützer_innen. Es tut mir wirklich leid!

Ich möchte gern, sobald irgend möglich, eine youtube - Aufzeichnung machen, mit exakt dem Manuskript, welches ich für die Sendung zusammen gestellt und geprobt hatte. Das ist nicht völlig einfach und kann evtl. etwas dauern. Aber vielleicht ist es eine kleine Entschädigung.

Dank für Euer Verständnis (falls ihr es aufbringen könnt).

MfG
Burkhard Tomm-Bub
67063 Ludwigshafen
aka
BukTom Bloch

Mittwoch, 23. Juli 2014

Teil 2 meiner Rückmeldung zu den diesmaligen Erfahrungen mit der #DB

Teil 2 meiner Rückmeldung zu den diesmaligen Erfahrungen mit der #DB



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Positives. 

Man erinnert sich evtl. noch ein wenig an meine ... Erlebnisse ... mit der DB in jüngster Zeit:




- Heute nun erreichte mich - ohne, dass ich nach materieller Entschädigung aktiv gefragt hätte - ein 35,- Euro - Reisegutschein der DB, übertragbar und gültig für ein Jahr.

Ich werde ihn sozialen Zwecken zuführen und habe da auch schon eine Idee.

MfG
BTB

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Teil 2 meiner Rückmeldung zu den diesmaligen Erfahrungen mit der #DB. 

Was bisher geschah. 
... und zur Erinnerung: 
mein Name ist Burkhard Tomm-Bub. Ich bin 56 Jahre alt, bin Schwerbehinderter mit 50% GdB und wohne in Ludwigshafen am Rhein. Und nein: die Behinderung ist weder geistig noch seelisch. Schlicht körperlich. 
Kürzlich an einem Wochenende (exakt am Fr. 18.07.2014 bis So. den 20.07.2014) wagte ich es  - wie berichtet - dennoch, die DB als Reisemittel nach Herne, respektive Bochum (NRW) zu wählen. Über die unerwarteten, eigenartigen und unangenehmen Erlebnisse der Hinfahrt hatte ich bereits berichtet. 
So sei nur hinzu gefügt, dass der zweitägige Hotelaufenthalt, der sich dem anschloss, keineswegs als luxuriös, verwöhnend und erholsam gelten darf. Nein. Sicher nicht. 

Dies war denn auch mit ein Grund für mich, recht frühzeitig am Hauptbahnhof Bochum zur Rückfahrt bereit zu stehen, fast eine Stunde Zeit hatte ich noch. Diesmal hatte ich sogar das Glück für 4,50 Euro eine Platzreservierung vornehmen zu können. Es schien von daher zumindest möglich, dass ich diesmal nicht auf den Stufen einer Ausstiegstür stundenlang mein unbequemes Sitzdasein zu fristen haben würde. 
Btw. zahlte ich auch noch freiwillig den "Umwelteuro". Eigentlich aber eine pittoreske Vorstellung, dass Menschen für Umweltbewußtsein finanziell bestraft werden, denke ich! Wie bitte? Ökologisch ist halt teurer? 
-Glaube ich schlicht und einfach nicht. Aus mehreren Perspektiven her nicht - doch das ist eine andere Geschichte ... 
 Nun, jedenfalls war ich froh, es diesmal voraussichtlich besser zu treffen. 
Denkste. 
Eine der akustisch ausnahmsweise etwas besser zu verstehenden Lautsprecherdurchsagen alarmierte dann nämlich nicht nur mich. Es hieß zu dem ICE, der einige Zeit vor "meinem" an diesem Gleis halten sollte - er werde nicht kommen. Er fiele nämlich halt aus. Und überhaupt - wegen einer ernsthaften Streckenstörung "auf unbestimmte Zeit" wäre vorläufig nichts zu erwarten. Diese Durchsage wiederholte sich und gewann an Eindrücklichkeit und Dramatik durch den Hinweis, man möge doch vielleicht versuchen, irgendwie nach Dortmund zu kommen (zum Beispiel mit der Straßenbahn) - von dort aus hätte man mehr und bessere Chancen wieder mit einem Zug weiter zu fahren ...! 
An dieser Stelle muss ich ein ehrliches und offenes Bekenntnis ablegen. 
Ich habe nicht, nein, ich gestehe es, NICHT die Landkarte und Streckenführung des Ruhrgebietes und seiner DB - Züge auswendig visualisierbar in meinem biologischen Computer (vulgo: Hirn) hinterlegt. 
Das mag merkwürdig und eigenartig erscheinen - aber auch so etwas gibt es ja zuweilen ... 
Darauf basierend machte ich mir nun folgende Gedanken: hier in Bochum fährt der "Vorgängerzug" nicht - meiner wird mutmaßlich auch nicht fahren, eine Störung auf "unbestimmte Zeit" hieß es ja. Ich habe Morgen KEINEN Urlaub mehr. Und ich würde eigentlich auch ganz gern auf meinem reservierten Platz sitzen ... In Dortmund hingegen - scheint noch alles zu fahren, dann wohl auch mein Zug. Hm, die sind lustig, mit der Straßenbahn dorthin ... das wird zeitlich nie reichen, bis ich mich da orientiert habe, usw. Was tun? Ein Taxi. Da gibt es ja an Bahnhöfen meist reichlich. So auch hier. Aus den anfangs geschätzten "gut 30,- Euro", wurden dann später zwar gut 40,- plus Trinkgeld. Aber nun ja ... 
Ganz angenehm wurde die Fahrt nicht. Ich hatte mit einer "Zuckelei" über Großstadtstraßen gerechnet ... Doch flott ging es auf die Autobahn, dort wurde dann auch eifrig "Gummi gegeben" - und es hörte so schnell nicht auf. Ich erwähnte bislang noch nicht, dass ich unter Tachophobie leide. Kein Witz. Gibt es auch öfter als man denkt. Gleichwohl. Ab 85 km/h wird mir mulmig. Mit zeitlich und geschwindigkeitsabhängig steigender Tendenz. Nein, schlecht wird mir nicht. Aber sonst alles mögliche. Panikgefühle, Hyperventilation, starkes Verkrampfen der Hände um irgendeinen Griff, o.ä. Blasse Hautfarbe, starrer Blick, etc. pp. 5 oder 10 Minuten kann ich mich da schon mal beherrschen - danach wird es ernsthaft Schwerarbeit. Irgendwann sprach ich dann aber den Taxifahrer hastig hervor gepresst von sämtlicher Schuld an einem möglichen Zuspätkommen und auch sonst  von sämtlichen Sünden dieser Welt vollständig frei, wenn er denn etwas langsamer und tendenziell eher auf der rechten Spur führe. Was er daraufhin, nach ein, zwei Blicken auf mich auch tat - und wonach er dann auch ängstlich und konsequent schwieg bis zum Ende der Fahrt. 
Dort angekommen beglich ich meinen Obolus und wankte ins Bahnhofsgebäude. Nach meinen Schätzungen lag ich noch immer recht gut in der Zeit, egal ob mein Zug wenige Minuten früher, oder auch später fahren würde. (Was ich da noch nicht wusste - das tat er in Dortmund streckenmäßig wohl ganz regulär weder noch ...!) 
Inmitten der Halle gab es ein halboffenes Beratungshäuschen, mit zwei Beratungsdamen. Hier wartete ich ungeduldig, um zu fragen, ob, wie und wo es denn nun wirklich weiter ginge. Endlich an der Reihe schilderte ich meine Erlebnisse. ... Wenige Minuten später bat mich die Beratungsdame vom Schalter nebenan, ob ich nicht etwas tun könnte, um ihr die Beratungsgespräche zu erleichtern. Ich würde nun schon so lange und so laut schreien, dass die Akustik dort nicht mehr ausreichend sei! 
Ich gewährte ihr dies, wenn auch zögernd. Und - damit wir uns nicht falsch verstehen - ich schmettere der Welt im allgemeinen und im besonderen bei derlei Gelegenheiten keineswegs fäkalische Wortkonstruktionen, ehr- oder sonstiges abschneidende Aufforderungen, etc. entgegen. Ich wiederhole hingegen zumeist nur laut und empathisch und gestisch untermalt, das, was ich auch zuvor schon sagte. In diesem Falle zum Beispiel, dass Lügen nicht NICHT zu meinen Gewohnheiten zählt und ich dies auch hier und jetzt nicht praktizierte und praktiziere. 
Die Beratungsdame wiederholte nämlich, schon fast stereotyp, was ich sage, sei nicht wahr. Die Streckenstörung sei nicht auf "unbestimmte Zeit", sondern nur auf gut zwanzig Minuten terminiert gewesen. Und mein konkreter Zug würde mit nur 3 Minuten Verspätung im PC ausgewiesen! Auf meine Argumentation, dass es für die von mir geschilderten Durchsagen ja nun viele Dutzend Zeugen gäbe - reagierte sie mit dem wortgleichen Satz. Es sei nicht wahr, dass die Streckenstörung auf unbestimmte Zeit ... usw., usf.! 
Dieser "Dialog" wiederholte sich, sinnlos aber mehrfach, mit, wie gesagt, steigender Lautstärke. 
Nach der besagten Intervention der Beraterin nebenan, wollte ich denn aber auch die Menschenschlange hinter mir nicht mehr länger aufhalten. 
Irgendwie gelang es heraus zu bringen, wo, etliche Zeit später, ein Zug in "meine Richtung" abfuhr. Nach einigen Metern an der frischen Luft normalisierte sich mein Kreislauf dann auch wieder soweit, dass ich dieses Gleis suchen und finden konnte. 
Der Rest der Fahrt verlief übrigens reibungslos. - Was mir, nach den vielen voraus gegangenen Erlebnissen, auch bei der Hinfahrt, im Laufe der Stunden zunehmend suspekt vorkam ... Beängstigend schier. 
Kurz vor Ende der Reise war ich fast sicher, es würde sich alsbald doch noch - im Rahmen einer "Streckenstörung", o.ä. - ein Meteor unsanft auf die für mich zuständige Lokomotive nieder lassen, oder z.b. im Kontext einer "Gleisstörung" ein tiefes Loch im Schienenbett sich öffnen, mit verschlingender Macht, begleitet von krächzenden Geräuschen, die einer unverständlichen Lautsprecherdurchsage nicht unähnlich wären! 
Passierte dann aber nicht. 
Und nein. Ich neige nicht zu Paranoia. Nur manchmal. Ein wenig. Wenn ich zuviel Bahn fahre ...! 

MfG 
Burkhard Tomm-Bub, M.A.    

Dienstag, 22. Juli 2014

Damen und Herren "DB". Hier nun Teil 1 meiner Rückmeldung #DB






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Positives.

Man erinnert sich evtl. noch ein wenig an meine ... Erlebnisse ... mit der DB in jüngster Zeit:

http://kopfmahlen.blogspot.de/2014/07/damen-und-herren-db-hier-nun-teil-1.html


http://kopfmahlen.blogspot.de/2014/07/teil-2-meiner-ruckmeldung-zu-den.html

- Heute nun erreichte mich - ohne, dass ich nach materieller Entschädigung aktiv gefragt hätte - ein 35,- Euro - Reisegutschein der DB, übertragbar und gültig für ein Jahr.

Ich werde ihn sozialen Zwecken zuführen und habe da auch schon eine Idee.

MfG
BTB

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Damen und Herren "DB". Hier nun Teil 1 meiner Rückmeldung.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Burkhard Tomm-Bub. Ich bin 56 Jahre alt, bin Schwerbehinderter mit 50% GdB und wohne in Ludwigshafen am Rhein. Und nein: die Behinderung ist weder geistig noch seelisch. Schlicht körperlich.

Kürzlich an einem Wochenende (exakt am Fr. 18.07.2014 bis So. den 20.07.2014) wagte ich es dennoch, die DB als Reisemittel nach Herne, respektive Bochum (NRW) zu wählen.
Mein Hotel in Bochum erlaubte ein Einchecken bis 19 Uhr. Von Ludwigshafen nach Mannheim komme ich immer irgendwie, ist grad über den Rhein, zudem habe ich ja ein jobticket.
So galt meine ICE - Fahrkarte also durchgehend von Mannheim HBF nach Bochum HBF. Um 18:08 Uhr sollte der ICE dort eintreffen - und da das Hotel direkt im Bahnhofsgebäude befindlich ist, schien mir diese Sicherheitsspanne völlig ausreichend.
Doch dann. Dann musste ich der, mit Verlaub, häßlichen Fratze der DB - Realität ins Auge blicken ...
Reservierungsmöglichkeiten hatte es leider für den Zug nicht mehr gegeben - so verbrachte ich die Fahrt auf den Stufen einer Ausgangstür sitzend, unterbrochen von gelegentlichen leichten gymnastischen Übungen.
Erwähnte ich schon, dass es warm war? Sehr warm! (Belegt: Wetterbericht).
Das Ganze war nun also für einen schon etwas älteren Herrn, der nicht bei bester Gesundheit ist, ein wenig suboptimal.
Gleichwohl. Irgendwann würde ich aussteigen, wenige Schritte um die Ecke gehen, pünktlich einchecken und es mir ein wenig gemütlich machen.
Denkste.
Der eigentlich letzte Halt vor Bochum, "Einkaufsstadt Essen" zog sich zeitlich hin. Und hin. Und noch länger hin. Irgendwann gab es dann aber eine Durchsage. Diese besagte jedoch, dass dieser Zug heute halt mal nicht über Bochum fahre. Da wäre irgendwie was mit der Strecke nicht so wirklich in Ordnung.
Zahlreiche Menschen verließen nun den Zug, inhaltlich unklare und akustisch schwer verständliche Durchsagen führten zu einem "Umherwimmeln der Massen", welches nicht unerheblich war. Ein DB - Bediensteter, den ich um Rat fragte, gab mir recht unwirsch zur Antwort er "könne ja schließlich auch nix dafür!"
Erstaunlicher Weise fand sich dann nach etwa einer halben Stunde aber auf dem Gleis gegenüber ein "Bummelzug" ein, der tatsächlich in Richtung Bochum fuhr. Allerdings: langsam. Und eine zusätzliche Station kam auch noch hinzu. Wattenscheid, wenn ich nicht irre. Doch selbst dazu kam es vorerst leider grad überhaupt nicht! Nach einigen hundert Metern, nach Verlassen der unmittelbaren Zivilisation, kam der Zug leicht ächzend zum Stillstand. Inmitten grüner Sträucher und Bäume. Wie schön. Landschaftlich. Durchströmt von der Ruhe eines Zen - Mönches in fortgeschrittenem Stadium, stand der Zug. Stand. Ruhte. Bewegte sich nicht, rollte nicht. Verharrte schlicht im Sein. Ohne Reaktion. Ohne Aktion. ...
Aber wärmer wurde es. Mehr und mehr. Wirklich kalt war es ja von Anfang an nicht gewesen ... Taschentücher wurden gezückt, ebenso Handys, um Verabredungen und Reservierungen zu verschieben oder doch gleich ganz zu canceln. Und den Einen oder auch die Andere überkam dann so mit der Zeit der Gedanke, dass doch vielleicht eine Informationsdurchsage eigentlich etwas nettes wäre. Eine Dame neben mir drückte denn auch mehrmals engagiert auf einen entsprechenden Rufknopf, in einer Hand ihr Handy, mit der anderen gestikulierend, dies alles recht zügig und mit nicht geringer Laustärke in das Sprechfeld rufend. Ein Erfolg war insofern gegeben, als dass es ab und an klickte und krächzte - und einmal ertönte sogar ein Halbsatz aus dem Gerät. Verständlich war er nicht - aber immerhin! Dann passierte erst einmal wieder nichts.
Durchsagen gab es dann aber auch noch. Man begann mit einer "Signalstörung" (das hatte man also wohl zuerst ausgewürfelt). Danach war dann von einer Streckenstörung die Rede. Ok - ist ja in letzter Zeit recht beliebt. Schließlich aber - und das war dann doch überrschend - gab man zu, man wisse es nicht, warum es nicht weiter ginge ...! Schließlich verstieg man sich sogar in Formulierungen wie " ... entschuldigen Sie bitte ...", statt des sonst verbreitet üblichen knapp hervor gestoßenem "Wir bitten um Verständnis!" Richtig besorgt wurden wir dann aber, als es hieß, ab sofort sei es auch Kundinnen und Kunden der Zweiten Klasse ohne Aufpreiszahlung erlaubt, in Abteilen der Ersten Klasse Platz zu nehmen ...
Das klang bedrohlich. Sachgerecht war es schon - denn natürlich war das Züglein reichlich überfüllt.
Ich für meinen Teil (eigentlich Kriegsdienstverweigerer und lebenslänglicher Pazifist) suchte derweil mittels einiger innerer Phantasien mein seelisches Gleichgewicht vorerst noch aufrecht zu erhalten.
Heiß war es, ausweglos, ... langweilig. Die Uhrzeit rückte unerbittlich vor, nach 19 Uhr würde mein Zimmer in der Fremde möglicher Weise verloren gehen und eine Odyssee durch die Nacht erforderlich machen ...
Ich konnte es mir vorstellen. Ich konnte es mir immer besser und besser vorstellen, sah es schon plastisch vor meinem inneren Auge, die Reihenfolge der notwendigen Handgriffe lag logisch geplant als Vision in meinem Restverstand ...
Ich würde mir sämtliche Kleider vom Kleid reißen. Alle. Mir eine Zigarette anzünden, den Nothammer aus seiner Verblombung reißen und hüpfend beginnen zu rufen, zu kreischen und zu "singen"!
"Do you think THIS is Punk? HA!! I will show you the REAL PUNK! SEE and LISTEN the live - Trailer from the fantastic new PUNKGROUP `The smoking cancer - patients`!! HAH! HAAAAA ....!
Und dann würde ich hart und schnell auf unterschiedliche und wechselnde Metallteile dieses vermaledeiten, verschlafenen Zen - Zuges einhämmern und trommeln und schlagen, garniert mit gelegentlichen Schreien wie "DRIVE! DRIVE - DRIVE DRIVE DRIVE DRIVE DREEEEIVVV !!! DRIVE ME TO HELL, you XXX Train, you XXX!!" bis er endlich, endlich, endlich weiterfahren würde!
Mal sehen. Ja, erst die Kleider - dann den Hammer. Sonst wäre der mir ja im Weg, beim Kleider vom Leib reißen ... aber in die Nähe dieses kompakten Rhythmus - Werzeuges konnte ich mich ja schon einmal schlängeln. Ja. Noch etwas näher ...
Ok. Leider kamen die Mitreisenden dann doch nicht in den Genuß dieser Darbietung, da sich der Zug seltsamer Weise irgendwann, irgendwie in Bewegung setzte. Zögernd. Langsam. Aber dann doch. Und dann erst mal nach Wattenscheid. Und dann aber doch auch nach Bochum. Irgendwann.
Mit einem vorgeblich "durchgehenden Zug ohne Umsteigen" - gelangte ich mit einer Verspätung von gut einer Stunde an mein Ziel.
Freundlicher Weise erwies man mir im Hotel die Nettigkeit, mein Zimmer noch immer freigehalten zu haben. Uff. Immerhin.
Aber, a pro pos Nettigkeit erweisen - dies sollte leider die einzige bleiben - doch das -, das ist eine ganz andere Geschichte ...!

Soweit jedenfalls der Teil I. meiner diesmaligen Erlebnisse mit der DB. Es folgte ja auch noch eine Rückreise. Und die - die war dann leider nicht mehr so angenehm und entspannt, wie die Hinfahrt ...

MfG
BTB

Sonntag, 20. Juli 2014

"Geringe Mitnahme - Effekte!" #jobcenter #Krimi - jetzt auch bei BERMUDAFUNK


"Geringe Mitnahme - Effekte!" #jobcenter #Krimi 


- jetzt auch bei BERMUDAFUNK



"Geringe Mitnahme - Effekte!" ... - da war doch mal was?
Ja, richtig, ein kleines Buch war das. Ein "fiktiver #jobcenter - #Krimi ".
Und den gibt es ja in vielen e-Formaten und als Hörbuch kostenlos.
Und günstig als Print.

... und nun darf ich einiges daraus live in einem Radiosender präsentieren, im fantastischen #Bermudafunk - Sender hier in der Gegend, in Mannheim. Doch auch im Netz gibt es den zu hören.

Hier einmal die wichtigsten Daten:

Heidelberg: UKW 105,4 MHz
Mannheim: UKW 89,6 MHz
Kabel: 107,45 MHz
Livestream: http://bermudafunk.org/livestream.html

Termin wird sein jetzt am Samstag, 26.07.2014, ab 16 Uhr, ca. eine Stunde, wie ich es verstanden habe.

Freue mich, wenn der Eine oder die Andere reinhört!
:-)

MfG
Burkhard Tomm-Bub ( Ex - Fallmanager im jobcenter)
aka
BukTom Bloch

Samstag, 12. Juli 2014

#Solidarität mit den Geflüchteten / refugees!

#Solidarität mit den Geflüchteten / refugees!

So war es angekündigt:

"Kundgebung am Samstag, den 12. Juli, 18.00 – 20.00 Uhr
 Mannheim, Willy-Brandt-Platz (vor dem Hauptbahnhof)
 Den legitimen Widerstand der Geflüchteten gegen staatliche Willkür und gesellschaftliche Ausgrenzung unterstützen! Für ihr legitimes Bleiberecht kämpfen!"

Für eine erste Veranstaltung in Mannheim und eine etwas unsicher erscheinende Wetterlage fand ich das Ganze recht gut und erfolgreich.
Ein Lob auch an die Veranstalter für die organisatorische Durchführung!

Ich bringe den kompletten Ankündigungstext noch einmal am Ende dieses Blogbeitrages, da er etliche Informationen enthält.

Inhaltlich stimme ich absolut überein.
Unsere Vorfahren haben im Zeitalter des Kolonialismus  diverse Länder und Kontinente reichlich ausgebeutet - und unsere Machthaber und "Versorger" (Firmen, Unternehmen) tun dasselbe noch heute für uns und insbesondere für ihre eigene Macht und ihren eigenen Geldbeutel (Rohstoffe, Bodenschätze, Kinderarbeit, Hungerlöhne, schlechte Arbeitsbedingungen).

Wer aber tatsächlich etwas dagegen hat, dass ferne Kulturen uns bereichern - kann dies auch gern tun, indem er "vor Ort spendet".
Beispiel:
 http://www.omniavincitamor.de/42715.html

Damit wir uns nicht falsch verstehen: mir persönlich IST jedeR willkommen, ich spende halt trotzdem.

Eine gute Idee ist IMHO die Sache mit dem Kochbuch (siehe Fotos) und den eingestreuten Berichten.

Absolut ein #Kaufbefehl für JedeN auch nur halbwegs interessierten!
:-) 
Nach meinen Recherchen scheint das Buch im Netz nur schwer bestellbar zu sein, leider ...!
Es trägt aber eine ISBN, nämlich diese:

 ISBN 973-3-00-046260-3

So dürfte es in der Buchhandlung um die Ecke leicht zu bekommen sein!

Einige Infos darüber gibt es auch hier:
 http://unimannheim.enactus.de/blog/news/das-kultur-kochboch-unseres-projektes-intecreative-die-welt-kocht-im-quadrat-g/ 

Ich habe mir während der Veranstaltung erlaubt, mit einigen angebotenen Süßigkeiten den Anwesenden und Vorübergehenden den Aufenthalt schmackhaft zu machen und lag somit dann ja im Trend. :-)
Und: gute Musik gab es auch, btw.

Doch hier nun die Fotos und Informationen:
(Vergrößern durch Klick, dürfen frei verwendet werden)

































MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
aka
BukTom Bloch


ANHANG

" Kundgebung am Samstag, den 12. Juli, 18.00 – 20.00 Uhr

Mannheim, Willy-Brandt-Platz (vor dem Hauptbahnhof)

Den legitimen Widerstand der Geflüchteten gegen staatliche Willkür und gesellschaftliche Ausgrenzung unterstützen! Für ihr legitimes Bleiberecht kämpfen!

Seit mehr als 20 Jahren sind nach Deutschland geflüchtete Menschen einem anhaltenden staatlichen Rassismus ausgesetzt. Rassistische Sondergesetze, Unterbringung in Lagern, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, Arbeitsverbot und rassistische Razzien, Abschiebehaft und oft Abschiebung nach vielen Jahren ungewissen „Duldungs“-Aufenthalts – das kennzeichnet hier den Alltag der Geflüchteten.

Wenn sie der Verfolgung im Herkunftsland und die unmenschliche Abschottungspolitik, die in wenigen Jahren über 23.000 Menschen den Tod brachte, überlebt haben und schließlich in Deutschland angekommen sind, werden sie hier weiter verfolgt und diskriminiert.
Die deutsche Politik hat den Bau der Festung Europa und die rasssistische Abschottung gegen geflüchtete Menschen wie kein anderes Land in Europa mit Energie und „deutscher Gründlichkeit'“ vorangetrieben. Geflüchtete, die in einem der reichsten Länder der Welt Schutz suchen, werden wie Kriminelle behandelt.

Der staatliche und der weit verbreitete Alltags-Rassisimus gegen die Geflüchteten ist um so empörender, als Wirtschaft und Politik Deutschlands immer stärker unmittelbar für die Fluchtursachen wie Verfolgung, Armut, Elend und Krieg verantwortlich sind. So ist die BRD nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt!

In vielen Orten, ob in Hamburg, Berlin oder Nürnberg sind Geflüchtete aufgestanden und kämpfen mit Entschlossenheit und Ausdauer gegen Ausgrenzung, Kriminalisierung und für ein uneingeschränktes Bleiberecht, für ihre vollständige Bewegungsfreiheit und gegen alle sie ausschließende Sondergesetze.

In Berlin wurden Geflüchtete mit Täuschungen, miesen Tricks und einer rücksichtslosen Senatspolitik unter Druck gesetzt. Der Wegzug von drei Vierteln der 200 Geflüchteten war nicht freiwillig! Den übrig gebliebenen 40 Protestierenden auf dem Dach der seit Monaten besetzten Gerhardt-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg drohte durch die Polizei die gewaltsame Räumung. Dies konnte zwar durch die Entschlossenheit der Geflüchteten und die bundesweite Solidarität abgewendet werden.

Aber die Geflüchteten sind weiterhin in Gefahr. Die ihnen von den zuständigen Behörden und Politiker*innen gemachten Versprechen wurden schon oft gebrochen. Macht entsprechend euren Möglichkeiten politischen Druck, damit die betroffenen Menschen schnell ein dauerhaftes humanitäres Bleiberecht nach § 23 Aufenthaltsgesetz bekommen. (Für mehr Informationen, http://ohlauerinfopoint.wordpress.com/)

In Nürnberg wurde letzte Woche das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) von 80 Geflüchteten der Gruppe refugee-struggle for freedom nach 24 Stunden Besetztung brutal geräumt.
Die Besetzer*innen hatten gefordert: Anerkennung ihrer Asylanträge, Abschiebestopp, Recht auf Arbeit und Bildung, Abschaffung aller Sondergesetze. (Siehe refugeestruggle.org )

kein mensch ist illegal – Bleiberecht für alle!

You can`t evict a movement! (Ihr könnt eine Bewegung nicht abschieben!)

Bündnis gegen Abschiebungen (BgA) Mannheim Kontakt: bleiberechtsbuendnis@web.de

..." 

Dienstag, 8. Juli 2014

Menschenrechte statt rechter Menschen! #Ludwigshafen


Menschenrechte statt rechter Menschen! #Ludwigshafen


In Ludwigshafen wurde ein NPD - Mitglied in den Stadtrat gewählt. Und einige Rechtspopulisten. Das gefällt vielen nicht. Mir auch nicht. Deshalb rief ich auf hinzugehen und war auch selbst dort.

Warum jemand von den "Bundesweiten Montagsdemos" auch jemand dort war, erschließt sich mir jedoch nicht ganz. Diese kennen doch eigentlich "kein Links und kein Rechts mehr" ( = Originalzitat Ken Jebsen).

Ansonsten eine sehr gute Veranstaltung, in der Sitzungspause war es richtig voll, auch viele "Anzugträger" waren dabei. 

Schön auch die Musik der drei unterschiedlichen Künstler. Melancholisch - orientalisches, "Imagine", "Die Gedanken sind frei" und "Sage Nein!" von Konstantin Wecker. 




Wunderbar.

MfG
Burkhard Tomm-Bub
- Ludwigshafen -



Hier der kurze Videoclip:






Und hier die Fotos: