Samstag, 26. Juli 2014

Das #Bermudafunk - Debakel #jobcenter - #Krimi Nichtsendung


Das #Bermudafunk - Debakel #jobcenter - #Krimi - die Nichtsendung



Am Samstag, den 26. Juli 2014, ab 16 Uhr war es vorgesehen, im Rahmen einer Live - Sendung in der Rubrik "Mitmach - Radio", mein Buch "Geringe Mitnahme Effekte!" (ein fiktiver #jobcenter - #Krimi) beim Radio Bermudafunk etwas vorzustellen. - Doch dazu kam es kurzfristig nicht.

Vorgeschichte

Hier die Schilderung meiner Wahrnehmung, wie es dazu kam.
Subjektiv, aber nach bestem Wissen und Gewissen, belegbar durch pdfs und Mails und auf Verlangen gern auch mit Erklärungen an Eides Statt.

Mein Buch wird kostenlos als eBook in verschiedenen Formaten angeboten, auch die Hörbuchfassung ist umsonst zu erhalten.
Bei der Print - Version ging das naturgemäß nicht, mein "Autorenanteil" des günstigen Preises liegt bei 2 c (in Worten: zwei Cent) pro Buch.

Der Bermudafunk ist ein alternativer Radiosender in Mannheim (BW), mit verschiedenen, mir durchaus sehr sympathischen Formaten.

Vor etlichen Wochen nahm ich per Mail Kontakt auf, der sich zunächst auch gut anließ. Ein Termin wurde vereinbart, es hieß ich könne Musikstücke vorschlagen, alles war soweit in Ordnung.

Vor einigen Tagen begann dann - grundsätzlich sinnvoll - ein reger Mailwechsel.

Eine gewisse Frau Sabine U.H. kommunizierte mit mir.
Von meinen zwei Musikstücken war keine Rede mehr, auch sollte es nun ca. 3 - 4 Musikunterbrechungen geben. Die Zeiten müsse ich genau einhalten.

Nun gut. Ok.

Freundlicher Weise wurde ein Imbiß erwähnt, der angeboten würde.
Als ich schrieb, das sei sehr nett, aber wg. mir nicht nötig, hieß es dann, dieser sei in erster Linie für die Moderator_innen. Ich könne mitessen oder es halt lassen.
Und sie wies mich darauf hin, dass ich nicht versuchen solle, die Sendung zu einer Werbeveranstaltung um zu funktionieren - sonst werde man das "unterbinden".

Der Tonfall befremdete mich ein wenig, was ich auch angemessen hinterfragte.
Darauf bekam ich dann keine Reaktion mehr.
Ich sandte mein Mail noch einmal erweiterte dabei aber den Empfänger_innen - Kreis beim Bermudafunk.

Daraufhin meldete sich ein Verantwortlicher bei mir, ein Herr Reiner E.
Inhaltlich gab es nichts Neues - aber der Tonfall war neutraler, der Sendetermin wurde bestätigt.

Übrigens war in einem beigefügten pdf unter anderem deutlich zu lesen, man möge mehrfach (!)  und laut (!) klingeln und klopfen, da derlei in den hinteren Räumen schlecht zu hören sei.


Ablauf

So machte ich mich mehr als pünktlich auf den Weg.
Ich hatte auch eine große Tüte Twix - Riegel dabei, um diese für den Imbiß bei zu steuern. Und natürlich mein Manuskript, kopiert in 3 Ausfertigungen, mit Anstreichungen und sonstige Unterlagen.

Der Eingang wurde gesucht und gefunden und ich klingelt einmal und klopfte drei Mal laut. Als sich nach ca. gut 20 Sekunden nichts tat, wiederholte ich dies.

In mein Klopfen hinein wurde aber die Tür aufgerissen und ich mit dem Satz: "Was soll das denn jetzt, Du hast doch grad erst geklingelt!!" "begrüßt".
Dies durch einen großen und sehr gewichtigen Mann, der dann sehr herausfordernd auf mich herab blickte.
Ich erwiderte: "Äh, ja, guten Tag. Tomm-Bub der Name. Ich habe wie beschrieben, mehrmals geklopft und so, weil man es schlecht hört, hieß es doch ..."
Die erregte Antwort war: "Ah. Aber was soll das jetzt! Du hast doch gerade erst geklingelt!".
Nun war ich wirklich verunsichert. Die Körperhaltung kam mir schon fast bedrohlich vor. Es gab auch keinerlei Anstalten mich herein zu bitten, bzw. mich "vorbei zu lassen", die Tür war durch den Körper des Herrn versperrt.
Ich stammelte: "Äh, ja, nun. Ich weiß nicht. Es stand doch ausdrücklich auf diesem Info - Zettel! Da habe ich mich genau dran gehalten ..."
"Ja und!", hieß es.
Ich überlegte kurz mich unterwürfig zu entschuldigen und zu fragen, ob ich dennoch herein kommen dürfe.
Ich entschied mich jedoch dagegen. Ich hatte mich nun wieder etwas gefangen und erwiderte: "Nun. Ich wüsste jetzt nicht wirklich eine Fehler gemacht zu haben. Ich verstehe das alles nicht. ... Wenn ich nicht erwünscht bin ... kann ich auch wieder gehen ..."
Mit einem lauten, aber erfreuten Schnauben hieß es nun: "Oh ja! Bitte!!"
Ich sagte dann noch kurz: "Sie informieren die Verantwortlichen?" Was mit einem spöttischen "Pah, das bin ich doch selbst!" und einer wegwerfenden Handbewegung quittiert wurde, sowie mit bereits abgewandter Postur.

Mein Kommentar


Ich bin jederzeit in der Lage zuzugeben, dass ich zuweilen ein etwas dünnhäutiger Mensch bin.
Ich denke aber, dass auch diese Spezies ein Lebensrecht hat.
"Dickhäuter" gibt es doch jede Menge. Ein paar von unserer Sorte muss es da doch auch geben, denke ich.
Dabei halte ich meine Erwartungshaltung gar nicht einmal für so arg überzogen.
Ich denke einfach, Menschen sollten einander anständig gegenüber treten und sich entsprechend verhalten.
Mehr - ist es eigentlich nicht.

Auf Seiten der Damen und Herren Bermudafunk, das besagte Format betreffend, habe ich Sozialkompetenz und insbesondere Professionalität in den geschilderten Punkten vermisst.
Nicht nur fürs Radiomachen gibt es Kurse, dies als Anregung ...


Fazit 

Was bleibt?
Es bleiben ca. 12 Stunden netto an Arbeit die ich in Manuskript, Probelesen, kopieren, etc. gesteckt habe - und insbesondere in social media - Werbung für diese Sendung - und damit auch für den Bermudafunk.

Es bleiben enttäuschte potentielle Hörerinnen und Hörer.

Und eine eingekaufte Tüte Twix. Aber die kann ich ja nun selber essen.

Ich übernehme gern meinen Anteil an Verantwortung und entschuldige mich bei allen Unterstützer_innen. Es tut mir wirklich leid!

Ich möchte gern, sobald irgend möglich, eine youtube - Aufzeichnung machen, mit exakt dem Manuskript, welches ich für die Sendung zusammen gestellt und geprobt hatte. Das ist nicht völlig einfach und kann evtl. etwas dauern. Aber vielleicht ist es eine kleine Entschädigung.

Dank für Euer Verständnis (falls ihr es aufbringen könnt).

MfG
Burkhard Tomm-Bub
67063 Ludwigshafen
aka
BukTom Bloch

Kommentare:

  1. Hmm komischer Verein dass. Vielleicht haben die auch nur kalte Füsse bekommen. Schade, häts mir gerne angehört. Aber es bieten sich bestimmt neue Gelegenheiten. Und Youtube ist sicherlich auch nicht verkehrt.
    Wünsche dir viel Erfolg bei der Sache.

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  2. Mehrfach laut klingeln und klopfen... das hat schon irgendwie was von Loriot, wenn es nicht so traurig wäre.
    Ich wäre auch wieder gegangen, du hast mein vollstes Verständnis:)

    lg
    Nat

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