Montag, 23. März 2020

#Corona ? Es gibt auch noch was anderes ... #Flüchtlinge #refugees Mitmachen!


#Corona ? Es gibt auch noch was anderes ...
#Flüchtlinge #refugees Mitmachen! 

Christel Aderhold schreibt dazu: 

"Liebe Freundinnen und Freunde,

mir begegnen immer mehr Menschen, denen die Corona-Krise zum Hals heraushängt und andere, denen das Elend der Flüchtlinge zum Hals heraushängt.

Abgesehen davon, dass weder das eine noch das andere weggeht, wenn man sich (wie die kleine Enkelin einer Freundin) eine  große Einkaufstüte über den Kopf zieht:

Wir hätten da eine Idee, wie man die Zeit zu Hause nutzen kann!

Lest doch bitte den (folgenden)Aufruf von Burkhard Tomm-Bub.

(LGr
Christel)"

 ... und hier ist er! 


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AUFRUF:  

FLÜCHTLINGE, BÜROKRATIE, CHANCEN 
 - Positivbeispiele gesucht - 

Liebe Mitmenschen!

Wir schreiben diesen Aufruf im März 2020. 
Dies sind "interessante Zeiten", die Veränderungen und auch Gefahren mit sich bringen. 
 Doch es gab ein Leben vor Corona und es wird eines danach geben. 
 Eine Konstante der letzten Jahre sind die Flüchtlinge. Es sind Menschen. Also Männer, Frauen und Kinder, die schutzsuchend zu uns kommen. 
Neben diesem Schutz ist es für alle Beteiligten wichtig und hilfreich eine Integration in unsere Gemeinschaft so gut wie irgend möglich zu erreichen. 

Viele Ehrenamtliche versuchen fortlaufend, dies mit Rat und Tat zu unterstützen. Doch es gibt Hindernisse. 
Eines davon heißt: Bürokratie. 
Es geht nicht ohne Regeln, nicht ohne Vorschriften, nicht ohne vorgeplante Abläufe. Das ist klar. 
Doch Humanität, Vernunft und Logik sollten auch hierbei immer die Oberhand behalten! 
Zudem gibt es unterschiedliche Arten, Anweisungen und Gesetze umzusetzen. Man kann diese zügig oder übertrieben gründlich handhaben. Die Ausführenden vor Ort können neutral und freundlich, oder aber eben mißmutig und ungeduldig agieren.

Oft, und wir finden ZU oft, hört man von letzterem. 
Von langsamer Bearbeitung, während die Menschen ohne Privatsphäre in Großraumzelten hausen, von Unwillen und ärgerlichem Reagieren, wenn anhand noch fehlender Sprachkenntnisse etwas nicht sogleich verstanden wird. Von nicht nachvollziehbaren und harten Entscheidungen. Und einigem mehr ...  

Dem möchten wir etwas entgegensetzen!  
Doch wer sind "wir"? 

Wir sind: 
a) Christel Aderhold
- Ehrenamtliche Integrationsarbeiterin - 
- Trägerin Bundesverdienstkreuz 2019 - 

b) Burkhard Tomm-Bub, M. A. 
- Erziehungswissenschaftler - 
- Ehrenamtlicher Berater - 

Beide sind seit Jahren in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe engagiert. 

WAS IST UNSER PROJEKT? 

"Etwas entgegensetzen", so hatten wir es formuliert. 
Das heißt nun ganz sicherlich NICHT, dazu aufzufordern, mit Fackeln und Mistgabeln dem "Amtsschimmel" Beine zu machen. 

Es gibt Alternativen. 
Und auch diese werden bereits in der Praxis, im Alltag umgesetzt. 
Wir kennen und sammeln reale (!) Erlebnisse, die Vernunft und Menschlichkeit gezeigt haben. Zum Nutzen aller Beteiligten. 
Diese wollen wir weiter sammeln, zusammenstellen und verbreiten - um gute Beispiele zu geben, um diesen Anerkennung zu zollen, um zu zeigen: "SO GEHT ES AUCH!"

Einige "Geschichten" haben wir bereits.
Doch wir wollen mehr. 
Und eben dazu brauchen wir Eure Hilfe. 

Sendet uns was ihr (mit)erlebt (oder getan) habt. Unbürokratisches, menschliches, Beispiele für schnelles und engagiertes Arbeiten. Freundliche Gesten, verständnisvolles Verhalten, usw., welches euch in Behörden, Ämtern und Institutionen begegnet ist. 

Unser Projekt ist überparteilich und überkonfessionell und nicht kommerziell. 

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DATEN KURZFASSUNG

Durchführende:
Christel Aderhold und Burkhard Tomm-Bub, M. A. 

Projektart:
Blogveröffentlichung & Selfpublishing-Buch (BoD). 

Finanzen:
Es entstehen keine Kosten, theoretisch mögliche Gewinne werden an "RESPEKT: MENSCHEN!" gemeinnütziger e.V. gespendet. 

Datenschutz:
Alle Erlebnis-Geschichten werden - ggf. in sinnwahrend überarbeiteter Form- so dargestellt, dass der Datenschutz gewahrt bleibt (außer es liegen ausdrückliche, schriftliche Genehmigungen aller in der Geschichte vorkommenden Menschen vor). 
Dies bedeutet Namen und Ortsnamen werden verändert, zu spezielle Details, die eine Identifizierung ermöglichen würden, werden angemessen verändert. 

Projektzeit:
Ab sofort. Enddatum noch unbestimmt, voraussichtlich in einigen Monaten. 

Sonstiges: 
Jede und Jeder kann mitwirken. Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung in Blogartikel und Buch besteht jedoch nicht. 
Eine Veröffentlichung der einzelnen Geschichten / Berichte kann mit oder ohne Realname, oder auf Wunsch unter Pseudonym erfolgen. 
Wenn irgend machbar, wird jeweils ein Belegexemplar zugesandt.    

Kontakt:

+ Christel Aderhold 
Mail: christeladerhold@web.de 

+ Burkhard Tomm-Bub, M.A. 
Mail: ogma1@t-online.de  

Betreff: "Positivbeispiele".

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Gemeinsam erreichen wir Verbesserungen und mehr Menschlichkeit!

Mit freundlichen Grüßen

Christel Aderhold
Burkhard Tomm-Bub 



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Sonntag, 16. Februar 2020

Unterwanderungsversuch des BVerfG - Urteils #HartzIV #Sanktionen #Psychologie #Soziologie


Unterwanderungsversuch des BVerfG - Urteils.
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Eben stöbere ich noch mal in diesem Schriftstück:
" ... Forderungspapier zur gesetzlichen Neuregelung der Sanktionen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende ..."
Das ist von diesen hier (alle #CDU):
" ... Die Landesarbeitsministerinnen und -minister der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen haben sich für eine Neuregelung von Sanktionen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende auf folgende Grundlinien verständigt. ..."
Da heißt es:
" ... Ausgangspunkt ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 5. November 2019. Danach ist die gegenwärtige gesetzliche Regelung teilweise mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.
Die Ministerinnen und Minister fordern folgende Eckpunkte einer gesetzlichen Neuregelung der Sanktionen: ..."
- Referiert wird dann zunächst das Urteil (Beschränkung der Sanktionen auf 30% hinsichtlich des Regelsatzes / ExistenzMINIMUMS) durch das Bundesverfassungsgericht. -
Und nun kommt als Forderung u.a. dies:
"4. Allerdings sind zusätzliche, schärfere Regelungen für diejenigen Personen zu fordern, die sich Mitwirkungspflichten beharrlich verweigern. Es widerspricht dem Gedanken der Subsidiarität und überdehnt die Solidarbereitschaft der
Steuerzahler, wenn einzelne Personen eine reale und zumutbare Arbeitsmöglichkeit auch nach Anwendung der neuen Sanktionsregelungen beharrlich ablehnen."
" ... Beharrliche Verweigerung bedeutet, dass die
leistungsberechtigte Person entweder durch wiederholte Verstöße, durch entsprechende Äußerungen gegenüber dem Jobcenter oder gegenüber Dritten oder auf andere Weise zu erkennen gibt, dass sie bewusst und nachhaltig nicht bereit ist, ihren Mitwirkungsverpflichtungen zu entsprechen. ..."
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* * * WIE BITTE?! * * *
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Greifen wir das Detail der "Äußerungen" heraus.
Aufgrund solcher Äußerungen soll wieder mehr als 30% einbehalten werden? Bis hin zu 100%.
Es ist unfassbar.
Pass auf, mit wem Du in der Kneipe spricht! Ist es zufällig ein unerkannter Mitarbeiter des jobcenters und Du räsonierst spät in der Samstagnacht, Du wollest bei dem "ganzen Mitwirkungsscheiß" nicht mehr mitmachen: ZACK!! Sanktion. Und ÜBER 30%! Unglaublich, unglaublich unglaublich!
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+ Kommen wir zu sonstigen Äußerungen, z.b. gegenüber dem jobcenter.
+ Als EX-Fallmanager hatte ich einmal folgenden Fall. Ein schon etwas älterer Bauhelfer. Über 1,90 Meter groß, stämmig, deutsch, männlich.
Er machte den Eindruck eines Verweigerers.
Nach etlichen vertraulichen Gesprächen kam im Laufe der Zeit heraus, dass er eine (noch) mittelstarke Soziale Phobie hatte, die ihn übrigens auch privat einschränkte und bedrückte. Bei einem Psychologen, Psychiater, Neurologen hatte er noch nie Rat gesucht.
Unkenntnis über diese Möglichkeiten und "männlicher" Stolz, (anders gesagt: Scham!) hatten ihn am Eingestehen und an der Suche nach Hilfe gehindert. Lieber hatte er es akzeptiert, bei meinen Kollegen als Verweigerer angesehen zu werden ...
Dieser Fall ging recht gut aus. Gemeinsam brachten wir es soweit, dass er psychiatrische Hilfe suchte und bekam, was ihm den zumindest halbstündigen Besuch der Heirat seiner Tochter ermöglichte, was zuvor nur ein Traum war.
Und dass er, auf eigenen Wunsch, im zweiten Anlauf einen 1,- Euro-Job über etliche Monate durchhielt. Das ihm dort entgegengebrachte Vertrauen beeindruckte ihn sehr und baute ihn weiter auf.
Sicher ist das nur ein Beispiel. Aber kein untypisches!
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Mal sehr salopp gesagt: Was jemand daherschwätzt kann sehr VIELE Gründe haben! Schlechte Gründe, gute Gründe, scham- und schuldbehaftete Gründe, intensiv eingebildete Gründe, irrtümlich angenommene Gründe, kulturelle Gründe, und und und.
Und hier soll nun ein Angestellter mit Verwaltungsprüfung II und einem kurzen Schnellkurs "Fallmanagement", wieder Ankläger, Richter und Vollstrecker werden, über Sanktionen bis zu 100% (wie immer man diese auch künftig benamst)?
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* * * ICH GLAUBE ES HAKT!! * * *
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"Liebe" Landesarbeitsministerinnen und -minister!
Was seid ihr bloß für Menschen!
Seid ihr eigentlich nur grausam, eiskalt, unchristlich und inhuman?
Oder mischt sich das auch noch mit Unkenntnis, Inkompetenz, einem Schweben astronomisch hoch vom realen Leben entfernt?
Für eure Forderungen verachte ich euch zutiefst!
Gruß
Burkhard Tomm-Bub, M. A.
- EX-Fallmanager im jobcenter -
- Aktivist gegen Hartz IV -
- Diplom-Sozialarbeiter (FH) -
- Erziehungswissenschaftler -