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https://kopfmahlen.blogspot.com/2025/06/startseite-icd-11-petition-bundestag.html
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ICD-11
macht die Gruppierung von Krankheiten viel besser und hilfreicher –
warum das für Betroffene einen riesigen Unterschied macht
-
Optimiertes Cluster-Coding-
Im
Bundestag ging kürzlich die Überlegung herum, die ICD-11-Petition
nicht öffentlich zu machen, weil sie zu schwierig sei (Belege für das Gerücht liegen
vor).
Wörtlich hieß es da:
„Ihr
Anliegen ist zudem sehr spezielle (sic!) und für die Allgemeinheit
nicht ohne Detailkenntnisse zu erfassen.“
Ich bin anderer
Ansicht und jeder kann sich den Originaltext überprüfend anschauen:
https://kopfmahlen.blogspot.com/2025/06/der-vollstandige-petitions-text.html
Ich habe dann überlegt und gesucht, was denn nun tatsächlich
schwierig erscheint, also wofür das gemeine Volk scheinbar zu sehr
intelligenzmäßig herausgefordert sein könnte.
Ich stieß dann
auf den Begriff „optimiertes
Cluster-Coding“ bei
der ICD-11.
Wow! Da braucht man tatsächlich mehrere Minuten, um
selbst das verstehen zu können!
Aber. Man kann es durchaus!
Wer schon länger mit einer chronischen oder seltenen Erkrankung lebt, kennt das Problem: Die Diagnose passt irgendwie nicht richtig, die Behandlung hilft nur halb, und die Krankenkasse oder das Amt sagt: „Das steht so nicht in der Liste.“
Der Grund dafür liegt oft in der **alten Klassifikation ICD-10**, die Deutschland immer noch benutzt. Die neue **ICD-11** (seit 2022 von der WHO freigegeben) löst genau dieses Problem – vor allem durch ein viel intelligenteres System, wie Krankheiten „gruppiert“ werden.
(2 Versionen: leicht und noch leichter)
Was ist Cluster-Coding und warum ist es in ICD-11 so viel besser
In der ICD-10 werden Krankheiten meist **nur an einer einzigen Stelle** eingeordnet. Beispiel: Jemand hat Diabetes und dazu noch eine Depression. In ICD-10 bekommt die Depression einen Code, der Diabetes einen anderen – und fertig. Die beiden Erkrankungen „kennen“ sich nicht. Das System merkt nicht, dass sie oft zusammen auftreten oder sich gegenseitig verschlimmern.
ICD-11 macht das anders. Sie nutzt **Cluster-Coding** – also die Möglichkeit, mehrere Diagnosen sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Das heißt:
- Man kann eine **Hauptdiagnose** setzen und dazu **Begleiterkrankungen** (Komorbiditäten) hinzufügen.
- Es gibt spezielle **Kombinations-Codes**, die sagen: „Das tritt oft zusammen auf“.
- Das System „versteht“ jetzt Beziehungen zwischen Krankheiten viel besser.
**Konkrete Beispiele, die Betroffene sofort spüren**
1. **Long-COVID + Depression / Angststörung**
In ICD-10 gibt es keinen Code, der sagt: „Long-COVID führt häufig zu psychischen Folgen“. Ärzte müssen das umständlich erklären.
In ICD-11 kann man Long-COVID als Hauptdiagnose setzen und direkt einen verknüpften Code für die psychische Folgeerkrankung hinzufügen. Das macht die Diagnose klarer – und die Krankenkasse muss die psychotherapeutische Behandlung viel eher bezahlen.
2. **ME/CFS + Fibromyalgie + Reizdarm**
Viele Menschen haben alle drei gleichzeitig. In ICD-10 sind das drei getrennte Diagnosen – kein Zusammenhang erkennbar.
ICD-11 erlaubt Cluster-Codes, die zeigen: „Diese drei Erkrankungen treten häufig zusammen auf und verstärken sich gegenseitig“. Das hilft Ärzten, die richtige Gesamttherapie zu finden, und Betroffenen, endlich ernst genommen zu werden.
3. **Borreliose + neurologische Folgen**
In ICD-10 wird oft nur „Borreliose“ kodiert – die Folgen (z. B. Nervenschäden) werden nicht automatisch verknüpft.
ICD-11 hat spezielle Folge-Codes, die direkt sagen: „Postinfektiöse neurologische Störung nach Borreliose“. Das macht es leichter, Reha, Schmerztherapie oder Berentung zu bekommen.
**Warum das für Betroffene so wichtig ist**
- Bessere Diagnose → schnellere und gezieltere Behandlung
- Mehr Verständnis bei Ärzten und Kassen → weniger Kämpfe um Kostenübernahme
- Genauere Statistiken → mehr Geld für Forschung und Versorgung
- Weniger „Du bist
nicht so krank, wie du sagst“
→ mehr Anerkennung und
Entlastung
**Kurz gesagt**
ICD-10 ist wie ein altes Telefonbuch: Krankheiten stehen nebeneinander, aber sie „sprechen“ nicht miteinander.
ICD-11 ist wie ein modernes Adressbuch mit Verlinkungen: Es zeigt, wie Krankheiten zusammenhängen – und genau das brauchen wir, damit Betroffene endlich besser versorgt werden!
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Dasselbe
noch einmal in einfacheren Worten:
Man kann sich die einfache Fassung auch vorlesen lassen!
Dazu einfach auf den folgenden Link klicken:
https://drive.google.com/file/d/10aVd8Ai450WMXByJc4fML1VeJLJrVFW4/view?usp=sharing
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ICD-11
gruppiert Krankheiten viel besser
– das hilft kranken Menschen sehr
Das Wort heißt
Cluster-Codierung.
Das klingt erst einmal schwer.
Aber es ist ganz einfach, wenn man
es erklärt.
Viele Menschen mit
langen Krankheiten kennen das Problem:
Die Diagnose passt nicht
richtig.
Die Behandlung hilft nicht gut.
Die Krankenkasse
sagt: „Das steht nicht in unserer Liste.“
Das liegt oft an der alten ICD-10. Deutschland benutzt sie noch immer.
Die neue ICD-11 ist
viel besser. Sie ist seit 2022 von der WHO fertiggestellt.
WHO ist
die Welt-Gesundheits-Organisation.
Was ist Cluster-Codierung?
In der alten ICD-10 steht jede Krankheit meist allein.
Beispiel: Jemand hat
Diabetes und Depression.
ICD-10 gibt zwei getrennte Nummern.
Das
System sieht keinen Zusammenhang.
ICD-11 ist anders. Sie
kann mehrere Krankheiten miteinander verbinden.
Das nennt man
Cluster-Codierung.
Das geht so:
Man nimmt die wichtigste Krankheit (Hauptdiagnose).
Man schreibt dazu die anderen Krankheiten (Begleiterkrankungen).
Es gibt spezielle Codes, die sagen: „Diese Krankheiten kommen oft zusammen vor.“
Long-COVID und Depression
In ICD-10 steht das getrennt. Ärzte müssen viel erklären.
In ICD-11 kann man Long-COVID als Hauptkrankheit schreiben und direkt die Depression dazu.
Die Krankenkasse sieht den Zusammenhang und zahlt eher Therapien.
ME/CFS, Fibromyalgie und Reizdarm
Viele haben alle drei zusammen. In ICD-10 sind das drei einzelne Nummern.
In ICD-11 kann man sagen: „Diese drei Krankheiten verstärken sich oft.“
Ärzte finden besser die richtige Behandlung.
Borreliose und Nervenschäden
In ICD-10 steht oft nur „Borreliose“.
Die Folgen stehen nicht automatisch dabei.
ICD-11 hat einen Code, der sagt: „Nervenschäden nach Borreliose“.
Das hilft bei Reha, Schmerztherapie oder Rente.
Warum das so wichtig ist
Bessere Diagnose → schnellere Hilfe
Ärzte und Kassen verstehen besser → weniger Streit um Geld
Mehr genaue Zahlen → mehr Geld für Forschung
Weniger „Du bildest dir das nur ein“ → mehr Anerkennung!
Kurz gesagt
ICD-10 ist wie ein altes Telefonbuch. Jede Krankheit steht
allein.
ICD-11 ist wie ein modernes Adressbuch mit Verlinkungen.
Es zeigt, wie Krankheiten zusammenhängen.