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Samstag, 17. Januar 2026

#icd11jetzt - #icd10GM 2026 - #Borreliose #Lyme

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#icd11jetzt - #icd10GM 2026 - #Borreliose #Lyme


... es ist traurig, es war erwartbar, es ist kein schönes Thema!
Aber es muss auch mal klar gesagt werden.

"In der "neuen", aktuellen ICD 10 GM 2026 gibt es im Bereich Borreliose, Bartonellose und Babesiose keine inhaltlichen Neuerungen; die relevanten Codes sind praktisch unverändert gegenüber 2025. Die großen Änderungen 2026 betreffen andere Themen (ME/CFS, Infektionsfolgen nach Influenza/EBV, Implantat Infektionen etc.). [bfarm]​
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Weiterhin zentrale Schlüssel:
A69.2 „Lyme Borreliose“ (mit Erythema migrans etc.). [icd-code]​
Manifestationscodes wie M01.2 (Lyme Arthritis), G63.0 (Neuropathie bei Borreliose),

L90.4 (ACA) werden unverändert ergänzend genutzt. [arzt-wirtschaft]​
In den offiziellen Änderungsübersichten für 2026 (BfArM, KBV) erscheinen weder A69.2 noch die zugehörigen Manifestationskodes in den Änderungslisten. [kbv]​
Bartonellose
Nach wie vor kodiert in A44.- (Bartonellose), z.B. A44.0 Systemische Bartonellose.[dkgev]​
Auch hier weist die BfArM Änderungsdokumentation 2026 keine neuen 4 oder 5 Steller oder redaktionellen Anpassungen aus. [klassifikationen.bfarm]​
Babesiose
Babesiose wird weiterhin im Protozoenbereich B60.- / B60.0 ff. bzw. unter den Protozoenkrankheiten B50–B64 geführt; an dieser Gruppe sind 2026 keine spezifischen Änderungen dokumentiert.[kbv]​
In den „wichtigen Änderungen“ 2026 tauchen Babesien nicht auf; der Fokus liegt dort u.a. auf ME/CFS Feinkodierung, postinfektiösen Folgezuständen und Implantat assoziierten Infektionen.[medconweb]​
Fazit aus Sicht der Betroffenen
Für Borreliose/Bartonellose/Babesiose bleibt die Kodiersituation in ICD 10 GM 2026 faktisch unverändert und weiterhin grob; differenzierte Stadien oder Verlaufs Kodes sind nicht neu hinzugekommen. [bfarm]​
Genau diese Lücke stützt Ihr Argument, dass erst ICD 11 mit seiner feineren Struktur (z.B. separate Post Lyme Einträge) eine bessere Abbildung chronischer und komplexer Infektionen ermöglicht. [de.wikipedia] ..."
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Übrigens besteht kein Grund zu "Neid" auf den Bereich ME/CFS.
Auch dieser braucht nach wie vor dringend die ICD-11!
Es gibt dort Anpassungen, ja. Aber nicht genug, teils nicht die angemessenen, teils durchaus zweischneidige.
Eine Cluster-Codierung ist - natürlich - weiterhin in keinem Bereich angemessen möglich!

Das Lied dazu:


Freitag, 16. Januar 2026

#MECFS / Die „neue“ ICD-10-GM (deutsche Modifikation) Besser? Schlechter?

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ME/CFS #MECFS / Die „neue“ ICD-10-GM (deutsche Modifikation)
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Diese jährliche "Reparatur" erübrigt, nebenbei gesagt, in keiner Weise die Einsetzung der nächsten ECHTEN Erneuerung in Form der ICD-11, die in D überfällig ist.

Anhand diverser kursierender Einzelinformationen habe ich mal etwas recherchiert.
Das Ergebnis war folgendes.

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Aufsplittung von G93.3 – ja, das stimmt im Kern

In der ICD-10-GM (deutsche Modifikation) wird der bisherige Sammelcode G93.3 tatsächlich feiner untergliedert. Vorgesehen bzw. bereits eingeführt (je nach Jahrgang) sind:

G93.30
Chronisches Fatigue-Syndrom, postinfektiös
Inkl.: Myalgische Enzephalomyelitis, postinfektiös

G93.31
Chronisches Fatigue-Syndrom, nicht postinfektiös
Inkl.: Myalgische Enzephalomyelitis, nicht postinfektiös

G93.39
Chronisches Fatigue-Syndrom, nicht näher bezeichnet
Inkl.: CFS o. n. A., ME o. n. A.

Das ist korrekt.
Der alte G93.3 als „Endcode“ ist damit nicht mehr abrechnungsfähig, sondern nur noch eine Art Überschrift.

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AU-Bescheinigung: G93.3 „nicht mehr kodierbar“ – ebenfalls korrekt

Für AU, Abrechnung und Statistik gilt:

Nur endständige Codes (also z. B. G93.30) sind zulässig.
G93.3 allein reicht nicht mehr.
Das ist formal sauber – praktisch aber eine Hürde, weil:
Ärzt:innen sich festlegen müssen (postinfektiös vs. nicht),
was in der Realität oft nicht eindeutig oder nicht dokumentiert ist.

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R-Codes R53.0 / R53.1 – das ist der heikle Teil

Die neuen Codes:

R53.0
Chronische Fatigue mit Angabe einer post-exertionellen Malaise (PEM)

R53.1
Chronische Fatigue ohne Angabe einer PEM

Diese Codes existieren bzw. werden eingeführt – das stimmt.

ABER (wichtig!):
R-Codes sind Symptomcodes, keine Krankheitsdiagnosen.
Sie sind nicht zusätzlich, sondern alternativ zu verwenden,
wenn keine gesicherte ME/CFS-Diagnose gestellt wird.

Die Aussage:

„Die R-Codes exkludieren sogar die ME/CFS-Codes“
ist inhaltlich richtig, aber erklärungsbedürftig:

Wer ME/CFS (G93.30 ff.) kodiert, soll KEINE R53-Codes parallel setzen.
Wer (noch) kein ME/CFS diagnostiziert, kann R53.0 oder R53.1 verwenden.

Ist das eine Verbesserung oder eine Verschlechterung?

Verbesserungen:

Differenzierung
Postinfektiös vs. nicht postinfektiös ist medizinisch sinnvoll.
ME ≠ „diffuse Erschöpfung“.
PEM wird explizit benannt
Das ist fachlich korrekt und international anschlussfähig.
PEM als Kernmerkmal wird nicht mehr ignoriert.
Annäherung an ICD-11-Logik

Auch wenn Deutschland weiter an der ICD-10 klebt:
Das ist ein Schritt weg vom völligen Wildwuchs.


Probleme und reale Risiken

Abwertung durch R-Codes
R53.x kann leicht als „Befindlichkeitsstörung“ missbraucht werden.
Gefahr:
„Sie haben ja nur Fatigue, kein ME/CFS.“


Diagnostische Zurückhaltung wird belohnt
Wer sich nicht traut, G93.30 zu kodieren, weicht auf R53 aus.
Das schwächt Patient:innen bei:
Erwerbsminderungsrente
GdB
Reha
Langzeit-AU
.

Mehr Bürokratie, nicht mehr Versorgung

Die Kodierung ist präziser,
die Versorgung bleibt aber unpräzise.

Ohne Fortbildung und klare Leitlinien verpufft der Fortschritt.

Die politische und systemische Wahrheit dahinter

Diese Änderungen sind technisch korrekt, aber systemisch ambivalent:
Sie könnten ME/CFS stärken
sie können aber auch als Filter dienen:
„Zu speziell, zu unklar, zu wenig gesichert“

FAZIT
Ja, die Änderungen sind real.
Ja, sie enthalten sinnvolle medizinische Differenzierungen.
Aber: Ohne klare Positionierung pro ME/CFS als schwere neuroimmunologische Erkrankung besteht die Gefahr, dass ein Teil der Betroffenen nach unten in Symptomcodes abrutscht.

Kurz gesagt – mit einem Hauch Ironie:
Die ICD wird genauer.
Das System nicht unbedingt menschlicher.



Samstag, 15. November 2025

Die ICD10.25 GM VERSUS Notwendigkeit der ICD-11

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Die ICD10.25 GM VERSUS Notwendigkeit der ICD-11


Macht die neue ICD10.25 GM die Dringlichkeit, die ICD-11 möglichst zügig einzuführen geringer oder erübrigt sie? Oder ist eher das Gegenteil der Fall?

Auszug aus der Antwort:

Die Veröffentlichung der neuen ICD-10-GM 2025 verringert die Dringlichkeit einer schnellen Einführung der ICD-11 in Deutschland nicht – im Gegenteil: Sie unterstreicht sogar, dass die ICD-11 weiterhin dringend notwendig bleibt und mittelfristig eingeführt werden soll.

Begründung und Quellen

  • Die ICD-10-GM 2025 ist eine Aktualisierung und Anpassung des alten Systems, um kurzfristigen Anforderungen gerecht zu werden … …
    …. Die ICD-11 wurde 2022 eingeführt und ist wesentlich moderner, detaillierter und digitaler ausgerichtet. Sie bietet strukturelle Vorteile, flexiblere Code-Optionen und verbessert die internationale Vergleichbarkeit, die Abbildung komplexer Diagnosen und den Transfer in digitale Systeme.

Fazit

Die ICD-10-GM 2025 ist eine notwendige Zwischenlösung, löst aber die Notwendigkeit für die Einführung der ICD-11 keineswegs ab. Die ICD-11 bleibt das strategische Ziel, um ein zukunftsfähiges, digitales und international vergleichbares Kodiersystem zu erhalten. Die Umsetzung ist laut offizieller Planung in Deutschland mittelfristig zwingend 
Die ICD-10-GM wird tatsächlich jedes Jahr in Deutschland aktualisiert und überarbeitet. Diese jährlichen Versionen sind Routine und enthalten Anpassungen basierend auf neuen medizinischen Erkenntnissen, Vorschlägen von Fachgesellschaften und anderen relevanten Institutionen. Das BfArM veröffentlicht die neue Fassung jeweils zum Jahresanfang, und die Veränderungen sind oft redaktioneller oder spezifischer Natur, z. B. Aktualisierungen bei Infektionen, Diabetes oder Geriatrie.

Diese Routine-Updates dienen dazu, das bestehende System aktuell und verlässlich zu halten, ersetzen jedoch nicht die Notwendigkeit einer grundlegend neuen Klassifikation wie der ICD-11. Die ICD-10-GM-Updates sind also jährliche Pflege des alten Systems, während die ICD-11 eine tiefgreifende Neuentwicklung und Modernisierung darstellt.

(5 seriöse Quellen).