IMPRESSUM

Donnerstag, 13. Februar 2014

Radikalität der #jobcenter - Mitarbeiter_innen? Oft ein Denkfehler! Plus: so genannte #Pädagogik

Radikalität der jobcenter - Mitarbeiter_innen? Oft ein Denkfehler!

Neben Nazi - Vergleiche werden vom radikaleren Flügel der Hartz IV - Kritiker - Szene ja jobcenter - Mitarbeiter_innen öfter einmal radikale innere Einstellungen nachgesagt. Sie würden am liebsten die "Unwilligen" erschießen, vernichten, ins Zuchthaus sperren, etc. pp.
Ich aber denke, genau das Gegenteil ist der Fall. Niemand denkt an "Erschießen", "Vernichten" usw. - man redet sich statt dessen ein, das mit den Sanktionen sei doch alles gar nicht so schlimm, größere Sanktionen als 10% ja nun doch selten(er) - und die Sanktionierten könnten doch auch ganz einfach SELBST die Sanktionen vermeiden, wenn sie halt ein wenig sich an die Regeln halten, wie alle Bürger im Straßenverkehr, im Meldewesen, auf der Arbeit, im Kindergarten, etc. pp.
Ich habe auch sehr oft festgestellt, dass für geborene Mittelschichtler es innerlich NICHT vorstellbar ist, wirklich absolut nicht (!) wie viel Geld 100,- oder auch "nur" 30,- Euro für einen ALG II - Empfänger darstellen. Und wenn die fehlen! Konfrontiert man damit, läuft ein inneres Denkräderwerk ab, in der Richtung "dann würde ich halt ..." - Meine Freunde, Bekannten, Verwandten diskret anpumpen - mal ein Wochenende nicht rausgehen - endlich die Sachen bei eBay mit Sofortkauf per paypal einstellen, mit denen ich das schon lange machen wollte - etwas von meinen Geräten / schicken Kleidern in der Nachbarstadt zum Pfandhaus bringen - und etliches mehr in der Richtung. 30,- oder 100,- Euro sind für den Mittelschichtler weniger Geld - und ER hat tatsächlich noch diverse Ressourcen.
Der eine oder andere ALG II - Empfänger hat auch noch welche. Aber deutlich weniger. Und manche haben keine. Und andere gar keine! Doch das wird nicht realisiert, nicht wirklich in Konsequenz wahr genommen, innerlich nicht geglaubt.
Etliche werfen mir ja mit schärfsten Worten vor, dass ich überhaupt Fallmanager war, möchten mich vor ein Scharfgericht stellen, u.ä. Andere bezeichnen mich als unglaubwürdig, unterstellen mir rein persönliche Motive für meine heftige Kritik am Hartz IV - System. Ich sage bewusst NICHT "jetzige" Kritik - denn ich war stets intern im jobcenter fleißig, aber auch konstruktiv - kritisch als Mitarbeiter.
Es ist bei mir aber so, dass auch ich schon in etlichen Lebenskrisen war und vor Jahrzehnten auch mehrfach arbeitslos, seinerzeit auch eine Alo - Ini mitgründete.
DAHER kann ich mir verschiedene Dinge WIRKLICH vorstellen.
Zurück an den Anfang. Das Problem liegt also eben NICHT in der unbewussten Radikalität ("Erschießen") - sondern in einer inneren völligen und letztlich irrealen Verharmlosung des eigenen Tuns und Unterlassens bei vielen jobcenter - MitarbeiterInnen. Da gälte es IMHO anzusetzen.

Ich bin ja ausgebildeter / studierter Erzieher, Sozialarbeiter und Erziehungswissenschaftler. Daher auch etwas zu der oft auftauchenden pädagogischen Frage zum Thema Strafe.
Die Führung der BA versucht ja anhaltend, Sanktionen als "pädagogische Maßnahme" zu "verkaufen".  ...
Dieser "pädagogische" Ansatz kommt mir immer so vor, als habe ein völliger Laie im Schnelldurchgang J.J. Rosseau überflogen und dann daraus ein, nun ja, Konzept gebastelt ...
Man ahnt zumindest von Ferne, dass negativ - strafende Erziehung nicht wirklich sinnvoll und schädlich ist. Und versucht, die Sanktionen als "logische Folgen", oder "natürliche Konsequenzen" hin zu stellen. Was aber nicht den Realitäten entspricht. Anhand der wirtschaftlichen Situation, der realen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, etc. pp. Hier wäre also argumentativ anzusetzen - die gesetzten Sanktionen simulieren KEINESWEGS "normale" und "wirkliche" Ursache <---> Wirkungs - Strukturen!
Zu abstrakt? Mutmaßlich. Ein Beispiel. Ein älterer Mann, 25 Jahre auf dem Bau beschäftigt, jetzt körperlich eingeschränkt, 3 Stunden leichte Arbeit täglich aber noch möglich, soll monatlich 8 Bewerbungen vorlegen. Macht er auch 3 Monate lang. Keine Reaktionen, Absagen, Frust. (Natürlich - leider.) Er fängt an zu "schludern", hat auch ziemlich alle Firmen "durch" mittlerweile. Er legt nur 6 vor. Wird vom durchschnittlichen AV mündlich ermahnt. Legt beim nächsten Mal (anhand akuter persönlicher Probleme) nur 5 vor.
Die Probleme sind nicht schriftlich nachweisbar (Stress mit der Ehefrau und dann ist auch noch sein Hund überfahren worden). Also kein "wichtiger Grund": Sanktion!!
Hier wird aber eben KEINE "natürliche Folge" nachgebaut. Die Bewerbungen dieses Menschen hätten mit höchster Wahrscheinlichkeit in dieser Form KEINERLEI Erfolg, egal ob er 6, 5, 10 oder 20 Bewerbungen unternehmen und belegen würde.
Es sind statt dessen, wie ein Ex - Kollege von mir es immer mal wieder nannte "sinnlose Rollenspiele"!
Wenn wir Rosseau nicht zur Hilfe nehmen zur Scheinbegründung, wird es noch magerer, mit einer pädagogischen Begründung.

STRAFE:
- sagt NUR, was NICHT getan werden sollte
- gibt keinerlei Informationen, wie das Gewünschte besser getan werden könnte
- stört und zerstört das Vertrauensverhältnis
- gibt dem Gestraften das Gefühl der Ohnmacht
- ... und mindert sein Selbstbewußtsein
- wirkt NUR, solange der Strafende "hinguckt"
- erzeugt ein Rachebedürfnis
- führt bestenfalls zum erzwungenen, unmotivierten Gehorsam
- verhindert Einsicht und Eigenmotivation
- etc.

Richtig: Strafe gibt es in der Gesellschaft. Für Kriminelle. Da ist dann aber auch noch der Faktor "Schutz der Gesellschaft" mit enthalten. Zu argumentieren, der nicht mitarbeitende ALG II - Empfänger beute ja die Gesellschaft finanziell aus - ist unsinnig.
Die Kontrolle, Verwaltung, Überwachung und die Bearbeitung von Widersprüchen und Klagen kosten eine Menge Geld. Sanktionen bringen also volkswirtschaftlich wenig bis nichts ein. Und: WÜRDEN sie wirken: fänden die Betroffenen DENNOCH keine Arbeit. Das liegt an mehreren, unterschiedlichen vorzufindenden Realitäten (s.o.).

Fazit: NICHT die "innere Radikalität" der jobcenter - MitarbeiterInnen ist zumeist das Problem. Mangelnde Reflektion, mangelnde Empathie und psychische Verharmlosungs- und Verdrängungsmechanismen müssen der Ansatzpunkt sein!

MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
- Staatlich anerkannter Erzieher -
- Diplom - Sozialarbeiter (FH) -
- Magister der Erziehungswissenschaft (NF: Psychologie/Soziologie) -
- ehrenamtlicher Suchtkrankenhelfer -
- Ex - Fallmanager -


Freitag, 7. Februar 2014

Vorsicht Falschpreisfalle – #Thalia (Ludwigshafen)



 

Vorsicht Falschpreisfalle – Thalia (Ludwigshafen)
Habe ich keine anderen Probleme? Doch, durchaus!
Aber manche Dinge ärgern mich nun mal und dann hilft es, sie aufzuschreiben.

Normalerweise lasse ich individuelle Namen ja eher weg - aber wenn sie mir, wie in diesem Falle, schier aufgedrängt werden: mache ich da auch gern mal eine Ausnahme.

An meinem derzeitigen Arbeitsplatz gibt es im selben Gebäude eine kleine Bücherstation.
Da kann man kostenlos Bücher dazu stellen und welche mitnehmen, ganz ohne Kontrolle.
Die Kolleg_innen hier sind ja ausnahmslos ehrlich, fair und vergleichsweise gut situiert.
Letzteres trifft aber leider nicht auf alle unsere Besucher_innen zu - und so wird es dort auch schon mal relativ knapp, mit dem Buchbestand. Das eine oder andere habe auch ich dort schon entnommen, eine ganze Menge anderer Bücher nach und nach aber auch beigesteuert.
Ich halte diese Idee für eine ganz ausgezeichnete und glaube und vertraue auch absolut an das Gute im Menschen. Bei so einer Sache reicht es aber halt leider, wenn auch nur ab und zu mal ein "reiner Abräumer" vorbei kommt, um den sichtbaren Bestand deutlich zu schwächen.

Soviel zur Vorrede. Im Rathauscenter Ludwigshafen befindet sich ja eine nicht eben kleine Thalia - Filiale, in der ich auch zuvor noch keine Probleme hatte. Bis heute.
Lobenswert ist der mittelgroße Tisch VOR dem eigentlichen Laden, in dem sich ausschließlich (!) Taschenbücher zu je 1,- Euro befinden. Dort tätige ich dann auch ab und zu einmal "Nachkäufe" für das oben beschriebene Projekt, es sind wirklich vielfältige und anspruchsvolle, aber auch heitere Titel dabei.
Vier Bücher waren es in der heutigen Mittagspause. Die lange Schlange vor mir war abgefertigt, die hinter mir wartete - und nun war ich dran.

Misstrauisch wurden zunächst alle Bücher durchgeblättert (ich hätte ja vielleicht ein kostenpflichtiges Lesezeichen o.ä. darin verbergen können ...!). Ein Buch wurde besonders intensiv gemustert, zwischendurch trafen mich abschätzige Blicke. Ich informierte die Dame dann zur Sicherheit, dass sämtliche Bücher vorn vom 1,- Euro - Stand seien. Das interessierte nicht. Das mitteldicke Taschenbuch wurde gescannt und 8,- Euro nochwas seien dafür fällig.

Ich wiederholte, dass Buch sei vom besagten Tisch. Antwort war, dass sei ja nur eine Behauptung von mir. Auf Deutsch: ich hätte gelogen. Sowas kann ich gar nicht leiden. Ich teilte dann, noch relativ gemessen, mit, dass ich dort trotz der Schlange hinter mir stehen bleiben würde, bis ich entweder das Buch für 1,- Euro bekomme, oder mit einer / einem Vorgesetzten geredet habe. Man entschied sich für letzteres und nach dem entsprechenden Anruf trat ich einen Meter zur Seite, um Unbeteiligte nicht noch länger aufzuhalten.

Der junge, dynamische Herr Chef erschien dann auch. Er informierte sich schnell über die Sachlage. Ich informierte ihn sodann darüber, dass ich in solchen Dingen keine Behauptungen aufzustellen pflege, sondern Informationen gäbe und Tatsachen mitteile. Wenn man hier quasi - öffentlich Zweifel daran habe, sei ich aber auch gern bereit, eine Erklärung an Eides Statt abzugeben, über deren Rechtscharakter ich ebenfalls kurz informierte. Kurz -aber mit klar vernehmbarer Stimme, damit es auch die "Schlangenkund_innen" neben uns gut verstehen konnten.

Man war dann wohl bereit davon auszugehen, ich habe vielleicht tatsächlich die Wahrheit gesagt. Daraufhin wurde dann aber eine schier abenteuerliche Hypothese entwickelt: ein Kunde habe das Buch aus einem anderen Regal dorthin "verschleppt" ... Das klingt für Außenstehende zunächst nicht so skurril, wie es in Wahrheit tatsächlich ist. Denn man muss sich hierzu die realen Verhältnisse vor Ort visuell vergegenwärtigen.

Sonstige Taschenbücher (TB) befinden sich weit innerhalb des Ladens. Der 1,- Euro - TB - Tisch ist aber klar außerhalb des Geschäftes positioniert!

Heißt: wer das Buch in der Hand hat und hinaus geht: hat es gestohlen. Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Dieb, der so weit ist, dann die Beute doch noch dort zurück lässt? Zweite Möglichkeit: das Buch wurde vor Verlassen des Ladens bezahlt. Wie wahrscheinlich ist es, dass man ein bereits bezahltes Buch dann auf dem 1,- Euro - Tisch zurück lässt?

Die Vermutung mit dem definitiv höchsten Wahrscheinlichkeitsgrad liegt natürlich absolut auf der Hand: jemand von Thalia hat hier einen Fehler gemacht. Aber das kam in der Vorstellungswelt der Beteiligten ganz evident nicht vor, eine solch` abstruse und lächerliche Möglichkeit! Der junge, dynamische Herr, mit Namen Sascha Hornberger, erklärte mir dann - ohne das ich da groß weiters darauf insistiert hätte, es sei vollständig unmöglich, mir dieses Buch nun für 1,- Euro zu verkaufen.

Das läge an der so genannten Buchpreisbindung und das würde er mir nun gern ausführlich erklären. Ich unterbrach ihn mit der Zwischenbemerkung, dieses sei mir alles bekannt, ich schriebe und veröffentliche selbst zuweilen. Dies schien ungehört zu verhallen, denn er wiederholte selbiges noch einige weitere Male. Ich trat dann zunächst formell vom Kauf auch der anderen Bücher zurück. Dann merkte ich noch an, dass man mir das Buch zwar nicht DIREKT für einen Euro verkaufen dürfe - dass ich aber auch jegliches andere Kulanzangebot vermisst habe. (Dies, nebenbei bemerkt, meinerseits emotional weniger wegen dem Fehler von Thalia - sondern mehr dafür, dass man öffentlich meine Ehrlichkeit in Frage gestellt hatte.)

Ich wollte mich dann mit den Worten verabschieden, dass man noch von mir lesen würde.

Der junge, dynamische Herr S. Hornberger wollte mir dann aber unbedingt noch seinen Namen aufschreiben - was ich akzeptierte. Und natürlich - wie zum Hohne - verzierte er den Notizzettel nochmals mit dem Stichwort "Buchpreisbindung"!

An das Verhalten dieses Herrn könnte ich nun mancherlei Vermutung knüpfen. Wollte er Durchsetzungsvermögen und Souveränität demonstrieren, kompromissloses Durchsetzen der Interessen von Thalia öffentlich praktizieren - wer weiß? Er wird sicher Aufstiegschancen darob erhalten - derlei wird ja heute bewundert und honoriert. Mir - muss das ja nicht gefallen!

Auch an die Vermengung von teuren Büchern mit den anderen - auch so ausgezeichneten - REINEN 1,- Euro - Bücher könnte ich Vermutungen knüpfen ... ist diese WIRKLICH zufällig, versehentlich und Thalia nicht bewusst ...? Oder vielleicht doch nach dem Motto "versuchen kann man`s ja mal" erfolgt?

Das könnte ich tun. Muss ich aber nicht. Es reicht ja, wenn Thalia derlei mit mir veranstaltet.

---) Der Mehrwert für die Leserin / den Leser:

Mein Tipp: VORSICHT mit den besagten 1,- Euro - Büchern. Nicht drauf verlassen, dass alles korrekt zu geht. Und wenn es doch schief geht: an der Kasse NICHT einschüchtern lassen und überteuert kaufen.

Wenn der Eine oder die Andere den nächsten Buchkauf, der bei Thalia Ludwigshafen / Rhein geplant war, in eine andere Buchhandlung oder ins Internet verlegen würde: würde mich das freuen. Eine kleine materielle Schädigung … ist bei Firmen und Unternehmen doch irgendwie immer ein gutes Mittel der Wahl.


MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
67063 Ludwigshafen, den 05.02.2014



Freitag, 31. Januar 2014

#Flachlegen #Pflege #PflegeamBoden #Petition

#Flachlegen #Pflege #PflegeamBoden #Petition

https://www.openpetition.de/petition/online/mindestpflegepersonalbesetzung-in-deutschen-krankenhaeusern

Einige werden sich erinnern.
Kürzlich habe ich mich mit Flachlegen beschäftigt.
Vor dem Hauptbahnhof Mannheim.
Immerhin 10 Minuten lang.
Das hatten in etlichen Städten auch viele andere Menschen gemacht.



"Pflege am Boden" hieß die Aktion (die auch wiederholt wird).
Leider ist das notwendig.
Und nein, ich selbst bin nicht in der Pflege beschäftigt. Aber das geht uns alle an.
Und als Krebspatient habe ich denn doch auch bereits geraume Zeit als Gepflegter verbracht ...!




































Zu dem Ganzen gibt es nun auch eine Petition, die gern mitgezeichnet werden kann und sollte.
Hier noch einmal der Link dorthin (nähere Infos stehen auch vor Ort):

https://www.openpetition.de/petition/online/mindestpflegepersonalbesetzung-in-deutschen-krankenhaeusern


MfG
Burkhard Tomm - Bub, M.A.
aka
BukTom Bloch

Dienstag, 28. Januar 2014

Solidarität mit Marcel Kallwass #kritischerkommilitone (Rauswurf durch BA) #HartzIV #ALGII #jobcenter #BA


#kritischerkommilitone #HartzIV #ALGII #jobcenter #BA Die Rache der BA:
http://kritischerkommilitone.wordpress.com/2014/01/28/pressemitteilung-bundesagentur-fur-arbeit-kundigt-marcel-kallwass/comment-page-1/#comment-1242
Gern RT! #Solidarität!



Guten Tag.
Jetzt ist es leider soweit! Die BA (Bundesanstalt für Arbeit) zeigt überdeutlich ihre Bereitschaft zur Diskussion, ihre Kritikfähigkeit, und ihre Fähigkeit zur konstruktiven Auseinandersetzung. NICHT.
Dafür aber ihre Macht und Härte.
Marcel hat u.a. auch Flugblätter zu meiner Aktion "JOBCENTER: Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!" verteilt, dies wurde auch in seiner Abmahnung seinerzeit eigens erwähnt.
Nicht nur von daher versichere ich ihm meine absolute Solidarität.
MfG
Burkhard Tomm - Bub, M.A.
Ex - Fallmanager

.......

EILMELDUNG!!! EILMELDUNG!!! EILMELDUNG!!! EILMELDUNG!!!

Pressemitteilung

Bundesagentur für Arbeit kündigt Marcel Kallwass
Für Marcel Kallwass ist wahr geworden, was sich seit Monaten abgezeichnet hat. Nach zwei Abmahnungen ist am 27.01.2013 die Kündigung an den als „kritischer Kommilitone“ bekannten Kallwass ergangen.

Hintergrund der Kündigung ist der Blog (www.kritischerkommilitone.wordpress.com), den Kallwass seit geraumer Zeit im Internet betreibt. Unter der Bezeichnung „kritischerkommilitone“ befindet sich der Untertitel „Kritik am Arbeitsamt“. An dieser Stelle wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) jedoch restriktiv. Obwohl Kallwass nur noch wenige Monate bis zum Abschluss seines Studiums benötigte, wurde ihm die Kündigung ausgesprochen.

Kallwass, der in außerparlamentarischen Bündnissen arbeitet, zum Beispiel aktiv an Occupy- und Blockupy-Aktivitäten teilnimmt, hatte im Laufe seines Studiums immer mehr das System „Hartz IV“ hinterfragt. Aber auch Aussagen von Personalverantwortlichen der BA kritisiert.

Kritik an Sanktionen

„Sanktionen abschaffen“ lautet ein Beitrag auf der Seite von Kallwass und er fügt hinzu: „Die Sanktionen sind ein krasses Herrschaftsinstrument, das dazu dient, die Erwerbslosen gefügig zu machen. Die Herrschaft von Menschen über Menschen muss endlich ein Ende haben!“
Kallwass nimmt zu den Hart IV Regelsätzen wie folgt Stellung: „Als Erstes fällt auf, dass der Regelsatz von 391€ nur für Alleinstehende gezahlt wird. Partner_innen und Kinder bekommen vergleichsweise weniger Geld (Kinder bis 5 Jahre nur 229€). Sind Grundbedürfnisse von Kindern niedriger, als die von Erwachsenen?“

Kein Werben für das Sterben

Kallwass kritisiert die Kooperation von Arbeitsagentur und Bundeswehr: „Junge Leute werden von Vermittlungsfachkräften auf eine Beschäftigung als KurzdienerInnen in der Bundeswehr angesprochen.“ Damit ist eine unabhängige und freie Beratung nach Ansicht von Kallwass nicht mehr garantiert. Gerade Jugendliche in prekären Situationen werden hier beim „Werben für das Sterben“ leicht zu Opfern einer falschen Arbeitsmarktpolitik.

„Es ist mein Job sie auszunutzen“

Nicht nur an den aktuellen Gesetzgebungen stößt sich Kallwass, auch zum internen Umgang mit den Studierenden bezieht Kallwass Position. Kallwass zitiert den Personalchef der BA, Kühn, aus einem Vortrag, den dieser vor Studierenden der BA Mannheim hielt: Studierenden müssten nach dem Studium Dauerverträge nicht annehmen … „ … dann müsste eben „nur“ die Konventionalstrafe von 25.000 – 30.000 € gezahlt werden.“ „Das sag ich ganz locker“, meint dazu der Personalchef.

Zum Arbeitsklima befragt zitiert Kallwass noch einmal Personalchef Kühn: „Es ist mein Job sie auszunutzen (…). Wenn Sie nicht motiviert und überbelastet sind, dann bringt es das nicht.“
Aus dem „kritischen Kommilitonen“ wird nun wohl der kritische Erwerbslose Kallwass.

 * * * * * * *





Sonntag, 26. Januar 2014

#BLOCKUPY 2014 : Bericht / Fotos zum bundesweiten Aktiven- und Bündnistreffen in Frankfurt / Main


 Bericht / Fotos: Bundesweites Aktiven- und Bündnistreffen in Frankfurt / Main #BLOCKUPY 2014

Heute, am 26.01.2014 gab es das  bundesweites Aktiven- und Bündnistreffen in Frankfurt / Main von BLOCKUPY 2014.
Beeindruckend die große Zahl der Abgesandten und Einzelpersonen, die den Weg ins DGB - Haus, Wilhelm - Leuschner - Str. 69 - 77 fanden.
Mehr über die Arbeitsgruppen (AGs)  und die Ergebnise (teils auch schon vom Vortag und frühem Morgen) ist auf den Fotos zu sehen.
Die Vorbereitungen laufen also - Taten werden folgen!
Und das Beste: Jede und Jeder kann noch mitmachen! :-)

Bei BLOCKUPY geht es um Widerstand.
Um welche Themen und Orte des Widerstands geht es? Die Troika-Politik in der Logik des Kapitalismus hat mit ihren – auch gerade über die EZB aufgezwungenen – „Strukturanpassungs-Programmen“ katastrophale Auswirkungen im Alltag von Millionen Menschen. Sie führt zum Zusammenbruch der Sozialsysteme und Gesundheitsversorgung, zu prekären Arbeitsverhältnissen und innerstädtischer Vertreibung, zur rassistischen Abschottung und Militarisierung der Politik, zur drastischen Verschärfung von Hunger und ökologischen Krisen, zum Ausbau schmutziger Energie. Sie bedeutet Demokratieabbau, zunehmende gesellschaftlichen Spaltung und massive Verstärkung geschlechterbezogener Ungleichheit, sie fördert Nationalchauvinismus und Neofaschismus.
Dagegen wächst seit 2011 überall Widerstand - und dieser wird nun fortgeführt.

Sowohl örtliche, regionale, als auch zentrale und europaweite Aktionen, Kampagnen, etc. werden geplant und vorbereitet.

Im deutschsprachigen Raum ist hierzu besonders eine Netzadresse wichtig (deren Inhalte aber noch aktualisiert und optimiert werden):

http://blockupy.org/

Interessant werden wird IMHO auch noch folgende besondere Aktion:

https://www.facebook.com/SchnipseljagdGoBlockupy

---> Das gibt es vorerst nur auf facebook. Und wirkt dort evtl. etwas satirisch - lustig bis durcheinander ...
Aber ich las auf dem Treffen ein ausführliches Konzept - Flugblatt und diskutierte mit einer beeindruckenden Persönlichkeit hierüber.
Dies könnte - auch und vor allem auf der Ebene der Meta - Vernetzung und Synergie noch recht interessant werden!

Doch nun die Fotos (s.u.):

MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
Ex - Fallmanager
aka
BukTom Bloch

P.S.: Die Fotos sind copyrightfrei. Vergrößern durch anklicken.
































MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
Ex - Fallmanager
aka
BukTom Bloch

Sonntag, 12. Januar 2014

#Transparenz #Informationsfreiheit #Solidarität #jobcenter #Thomè

#Transparenz #Informationsfreiheit #Solidarität #jobcenter #Thomè 


* * * UPDATE - am Ende dieses Eintrages (s.u.)  * * * !




Hier nähere Infos:

Text übernommen von Inge Hannemann:

"Seit vielen Jahren ist Harald Thomé (Referent für Arbeitslosen- und Sozialrecht aus Wuppertal) aktiv in der Beratung und Unterstützung von Hartz IV-Betroffenen. Mit fundierten und kompetenten Ratschlägen via Netz und vor Ort und seinem regelmäßigem Newsletter informiert und "kämpft" er für die Rechte der Betroffenen.

Zeigen wir ihm nun unsere Solidarität und unterstützen ihn in seinen Auseinandersetzungen mit der Veröffentlichung "Telefonlisten Jobcenter".

Möglich wäre u.a. Online Anfragen via "frag-den-staat" an das BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) sowie Anfragen an Frau A. Nahles via "abgeordnetenwatch".

https://fragdenstaat.de/

http://www.abgeordnetenwatch.de/andrea_nahles-778-78358.html

Zum Schreiben und Begründung der Einstellung "Telefonlisten Jobcenter" von Harald Thomé hier:

http://www.harald-thome.de/media/files/Ausstiegserkl-rung-8.1.2014End.pdf

Es geht primär nicht darum, Harald Thomé zu überreden die Telefonlisten weiterhin zu veröffentlichen. Vielmehr geht es darum, den Staat zu fragen, wie es möglich ist, eine für mich selbstverständliche Transparenz von Kontaktmöglichkeiten zu Behörden, mit Macht unterbinden zu wollen und dabei nicht vor Einschüchterungen jeglicher Art Halt zu machen."

*******

MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
Ex - Fallmanager

*** AKTUELLE UPDATES ***

Bei facebook gibt es eine entsprechende "Solidaritäts - Veranstaltung". Das wäre hier:
https://www.facebook.com/events/242742925895815/242850825885025/?notif_t=plan_mall_activity



" Sehr geehrte Damen und Herren,

In einem modernen Staat sollte es selbstverständlich sein, dass die Behörden unmittelbar erreichbar sind. Insbesondere in Bereichen, wo es auch um die Existenz geht. Das Arbeitslosengeld II ("Hartz IV") stellt die Grundsicherung für Erwerbsfähige dar und deckt somit ein Grundbedürfnis in knapp bemessener Form ab. Betroffene dürfen nicht unter einer mangelnden inneren Organisation leiden, in der eine Seite nicht oder nur schwer erreichbar ist.

So fragen sich nun aktuell viele Menschen, mit welcher Begründung Herr Harald Thomé (Referent für Arbeitslosen- und Sozialrecht aus Wuppertal) durch Beleidigungen, Drohanrufen, aber auch unmittelbare Gewaltandrohungen aufgrund der Veröffentlichung von Jobcenter-Telefonlisten durch diese Gegenreaktionen und Widerstand erfährt. Weiterhin fragen wir uns, mit welcher rechtlichen Begründung Herr Thomé von zwei Jobcentern Aufforderungen erhält, die Listen aus dem Netz zu nehmen. Ebenso stellt sich die Frage, mit welcher rechtlichen Begründung das Jobcenter Berlin-Spandau sich das Recht herausnimmt, vermittels über 500 Einzelanträgen durch die Mitarbeiter auf Unterlassung klagen zu wollen ---> Unterlassungsverfügung. 
Quelle: http://www.harald-thome.de/media/files/Ausstiegserkl-rung-8.1.2014End.pdf 
Es kann nicht sein, dass eine Behörde, auch wenn sie die größte im Lande darstellt, sich einer Transparenz entzieht, was für die Bundesbürger und insbesondere für die Leistungsempfänger_innen nach Arbeitslosengeld II dann natürlich auch nicht mehr nachvollziehbar ist. Es kann und darf genauso wenig sein, dass aktive Bürger, die sich für den Erhalt unserer sozial-rechtsstaatlichen Demokratie einsetzen, entsprechend eingeschüchtert und negiert werden. 

An etlichen Stellen im Netz regt sich bereits Widerstand, die Daten von Harald Thomè werden vielfach kopiert und übernommen - und so wie die Netzgemeinde einzuschätzen ist, werden die entsprechenden Zugriffsmöglichkeiten ganz sicherlich an etlichen Stellen wieder "irgendwie" auftauchen und "irgendwie" Verfügbarkeit erlangen - diesmal allerdings unkoordiniert, von anonymen admins und mods verwaltet - oder auch nicht. Und aktuell gepflegt - oder auch nicht.
Ein Nullsummenspiel mit negativen Vorzeichen - nichts wird besser - für niemanden. Im Gegenteil.

Wir bitte Sie, diese ungute Entwicklung zu kommentieren, zu verhindern, für eine bessere Lösung sich einzusetzen!
Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
67063 Ludwigshafen
Ex - Fallmanager

P.S.: Darf SEHR gern mit eigenem Namen als Unterschrift versehen und weiter versandt werden! " 

Hier einige Mailadressen, an die man Fragen, Kommentare und Beschwerden hinsichtlich der Vorgänge um Harald Thomè und die Einschränkung der Transparenz und Informationsfreiheit senden kann:

Andrea.Nahles@Bundestag.de
andrea.nahles@spd.de
info@bmas.bund.de
andrea.nahles.lt@bundestag.de
oeffentlichkeitsarbeit@spdfraktion.de
mail@bundestag.de
arbeitundsoziales@bundestag.de
presse@kerstin-griese.de
kerstin.griese@bundestag.de
kerstin.griese@wk.bundestag.de
Frank-Juergen.Weise@arbeitsagentur.de
Heinrich.Alt@arbeitsagentur.de
office@transparency.de
rbauch@transparency.de
thecht@transparency.de
sstuetzer@transparency.de
sjust@transparency.de
contact@politicalbeauty.de
yasmin.fahimi@wk.bundestag.de
yasmin.fahimi@bundestag.de
yasmin.fahimi@spd.de
katja.kipping@wk.bundestag.de
katja.kipping@bundestag.de
katja.kipping@die-linke.de
bundesgeschaeftsstelle@die-linke.de
info@gruene.de
buero.peter@gruene.de
cem.oezdemir@gruene.de
buero.kellner@gruene.de
benedikt.mayer@gruene.de
bettina.jarasch@gruene.de
buero.agena@gruene.de
gregor.gysi@bundestag.de
gregor.gysi@wk.bundestag.de
gregor.gysi@die-linke.de
aspies@bvvleaks.de
info@dirklauer.de
diakonie@diakonie.de
chefredaktion@epd.de
info@epd.de
ulrich.lilie@evdus.de
pressestelle@caritas.de
Barbara.Fank-Landkammer@caritas.de
web@caritas.de
carinet@caritas.de
info@caritas.de
Peter.Neher@caritas.de
Georg.Cremer@caritas.de
info@paritaet.org
sek.hgf@paritaet.org
sozialrecht@paritaet.org
vorstand@paritaet.org
pr@paritaet.org
pr.dv@paritaet.org
kontakt@vdk.de
mail@armin-lang.de
sachsen@vdk.de
mail@marina-lemke.de
baden-wuerttemberg@vdk.de
mail@baldur-morr.de

***

UPDATE:
* = Fehlermeldungen bei Versandversuch:
* mail@baldur-morr.de
* mail@marina-lemke.de
* ulrich.lilie@evdus.de
* yasmin.fahimi@wk.bundestag.de
* yasmin.fahimi@bundestag.de

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Samstag, 11. Januar 2014

#Pflege #flashmob #11.01.2014 #Mannheim #Ludwigshafen #Frankenthal #Worms #Speyer #Limburgerhof #Altrip #Weinheim

#Pflege #flashmob #11.01.2014 #Mannheim #Ludwigshafen #Frankenthal #Worms #Speyer #Limburgerhof #Altrip #Weinheim

PFLEGE AM BODEN!
FLASHMOB! 10 Minuten hinlegen!

Heute, Samstag, 11.01.2014, 16 Uhr. Mannheim Hauptbahnhof (Willy-Brandt-Platz 17) 68161 Mannheim.

Beim bundesweiten Flashmob zu Pflege am Boden legen sich Pflegende und all jene, die das Vorhaben von Pflege am Boden unterstützen wollen an zentralen Orten für 10 Minuten zu Boden. So wollen wir Allen zeigen, dass wir viele sind und dass Pflege ein wichtiges Thema ist.

MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
67063 Ludwigshafen

Veranstaltungsinfos / Eintragung
facebook:
https://www.facebook.com/events/644750332230755/?previousaction=join&source=1
website:
http://www.pflege-am-boden.de/



Update - und hier die Fotos: